Samstag, 17. Juni 2017




Message in the bottle "WHEN I`M 64" 


Die 64 ist der Grund für das folgende Essay. Es könnte aus meinem Tagebuch sein, das ich nie geschrieben habe. Es ist uninteressant, teils langweilig und eigentlich zum Lesen für andere ungeeignet. Ich habe lange überlegt, ob ich das überhaupt veröffentlichen soll, aber ich hab´s nun mal gemacht, da ich es geschrieben habe. Es sind Stationen, die mich bewegt haben und vielleicht deshalb nur einen Sinn für mich ergeben. Es ist aber auch eine Abrechnung mit unserer "kultivierten" Gesellschaft, die nur eine Kultur der Gewalt mit viel Leid ist, vor allem für die, die Mitte der 50er Jahre geboren wurden.

Für meine Eltern und besonders Grosseltern war es bestimmt noch schlimmer. Wir sind noch weit davon entfernt, dass Erstklässler in den Schulklassen frei herum laufen können, anstatt bereits mit 6 Jahren hinter starren Bänken zu sitzen. Kinder sind auch Menschen, die vielleicht auch mit ihren Freunden zusammen leben wollen. Ich für meinen Teil wollte bereits mit 14 ausziehen. Mit 16 hab ich es dann getan.

Ich habe viele Freunde aus den Augen verloren, obwohl gerade die bestimmt nicht zur google- und facebook-Gemeinschaft, noch nicht einmal zu den Internet-User gehören, von Smartphone-usern ganz zu schweigen. Keine Blogger. Trotzdem hoffe ich, dass doch vielleicht Personen diesen Bericht lesen und sich dort selber wieder erkennen. Viele Berührungspunkte gibt es hier und sie werden auch deshalb so genau ausgewiesen.

In Kürze werde ich 65. Dann bin ich im Rentenalter. Der 64er Mythos der Beatles ist dann vorbei. Dann war ich nämlich 64. Allerdings habe ich noch alle meine Haare, auch auf den Zähnen.

Die Menschen, die geboren werden, wollen nicht sterben. Sie wollen auch nicht krank werden, ungeliebt sein und vieles mehr. Genau wie sie sich ihre Geburt nicht aussuchen können kommt auch der Tod von ganz allein. Das Problem versuche ich durch buddhistische Philosophie zu lösen.

Eigentlich wurde ich 10 Jahre zu spät geboren. Die Geschichte meiner Familie ist die typische Klinikgeschichte. Arzt heiratet Krankenschwester. Das war im Jahre 1943. Im selben Jahr wurde meine Schwester Ute geboren, die leider 9 Jahre später wieder starb. Dann kam ich. Aber später war ich mit Personen zusammen, die 10 Jahre älter waren als ich. Nur deshalb bekam ich die 68er Studentenbewegung mit. Allerdings war ich immer der Jüngste. Das hatte aber zum Vorteil, dass ich das lebte, was meine Freunde nur glaubten. Deshalb sind Werte der 68 heute für mich noch wichtig, für die 68er aber nicht.

Mein größer Fauxpas: Eines Tages sagte mir jemand (PeWi) "Du, Genosse, der Text heißt "die Internationale erkämpft das Menschenrecht", du singst aber immer "die Internationale BEKÄMPFT das Menschenrecht." Unglaublich aber wahr. Aus heutiger Sicht würde ich sagen, dass meine damalige Fassung schon richtig war, denn die Internationale hat alles mögliche getan, nur nicht das Menschenrecht erkämpft, sondern ideologisch eher unmöglich gemacht. Zudem ist die 4. Internationale (Trotzkisten) Geschichte. Alle sozialistischen Staaten sind Gefängnisse. Das kommt daher, dass man zu viele Regeln aufgestellt hat. Letzlich ging die Bewegung ein, weil sie nicht das psychoanalytische Wissen um die Struktur des Menschen hatte. Aber damals wusste auch das keiner.

68er sind keine wirklichen Kommunisten. Man machte Anleihen an alte Systeme und keiner glaubte, dass unser Ideenstaat mal so aussehen würde wie die DDR. Der ganze Leninismus war was für den Arsch. Deshalb waren die besten von uns auch Spontaniisten. Die Freiheit kam nicht aus der Politik, sondern aus der Kultur. Und viele verstanden das.

Als Rudi Dutschke in England war hat er nie verstanden warum Tausende zu einem Konzert der Rolling Stones gehen, aber nicht auf eine Demo. Allein, das man das nicht versteht zeigt schon was für ein Brett man vor dem Kopf hat. Aber Rudi hat auch Gutes angestoßen, die ganze Kommune 1, von der er ursprünglich ein Teil war. Er hat genau wie Bernd Rabehl gekniffen. Es ging um einen neuen Lebensentwurf. Dutschke ist heute tot, Rabehl heute rechtspolitisch (was für eine Pleite).

 Als wir 71 den Buchladen "das Politische Buch" in Köln gründeten verkauften wir auch Bücher von Kim Il Sung. Da könnte man sich ja heute in den Arsch beißen. So eine Blindheit. Dass Mao die Kulturrevolution ins Leben rief, nur um seine Macht nicht zu verlieren wußte auch niemand. Wir waren wirklich Schafe.

Revolution bedeutet Gewalt. Das ist das Unschöne daran. Oftmals holt man die Böse Seite aus sich heraus, dass was Wilhelm Reich die 2.Schicht nannte. (böse Schicht zwischen Oberflächen und gutem Kern in der Tiefe)(Massenpsychologie des Faschismus). Es ist nicht so, dass der Mensch in der Tiefe ein böses Tier ist und wir deshalb die Kultur  brauchen (Freud). Beide Schichten sind Unterdrückung ursprüngliche Antriebe, nennen wir es natürliche Liebe um der trockenen Theorie des Orgons was Romantisches zu geben.

"When I´m 64" ist ein Track des Beatles Albums Sgt. Peppers Lonely Hearts Club Band. Dieses Album, das 1967 herauskam galt als bahnbrechend. In dem betreffenden Song wird eine Situation beschrieben, indem jemand seine Frau fragt, ob sie ihn noch liebt, wenn er 64 und haarlos ist. (haarloser Beatle). Als ich das Lied hörte war ich 15. Doch wie schnell geht die Zeit andererseits. Am Anfang ist sie sehr langatmig, zum Ende eher kurz.

 John Lennon wurde gerade mal 40. Als er einmal gefragt wurde, was er davon halten würde statt "All you need is love, all you need is hate" zu singen (das taten nämlich manche Punks), sagte er nach einigem Zögern, "ja, so könne man das Lied auch singen".
 Lennon behauptete einmal ungeschickter Weise "die Beatles wären berühmter als Jesus". Das brachte ihm viel Ärger ein und er musste sich immer und immer wieder entschuldigen und die Sache immer wieder entschärfen. Dabei hatte er etwas Richtiges gesagt. Die Jugend nahm Zuflucht zu den Beatles anstatt zur Kirche. Es war weg von der Religion und Zuflucht zur Psyche in Form der Kunst, zur Freiheit. Die Aussage von Lennon war der Grund warum Mark Chapman Lennon erschoss, er starb wie Jesus von Mörderhand. All your love is hate. Spätestens ab 1963 verkörperten die Beatles eine spirituelle Zuflucht, den Zugang zur inneren Psyche, alles das was das Gebiet der Kirche war und noch mehr, eine neue Libidinösität.

Die Beatles waren die neue Religion. Für mich und für andere auch. Es war auch eine neue Politik. Es war alles. Georg Harrison, der jüngste Beatle erreichte auch die 64 nicht. Er starb mit 58 Jahren. Er hat zuviel gekokst und entwickelte Krebs. Er ging wieder zu einer alten Religion zurück und wurde Hindu. Lediglich die beiden anderen, Paul McCartney und Ringo Starr überschritten die 64. Paul wird dieses Jahr 75, Ringo 77 und ich bin derzeit noch 64, habe auch noch all meine Haare, wie bereits gesagt. Die Nachkriegsgeneration konnte gesünder leben und so ist man in den Jahren von Paul und Ringo heute selber noch jung. Die Beatles jedenfalls prägten mein Leben maßgeblich.
 
Wegen meiner Schulprobleme besuchte mich mit 10 Jahren ein Psychologe zu Hause und machte Tests mit mir. Was ich nicht wusste war, dass er aus dem Siegburger Gefängnis kam. Meine Eltern waren wissenschaftsgläubig und glaubten an Objektivität.

Der Psychologe befragte mich und sagte dann jedes Mal: "das hast du aber gut gemacht, drum wirst du auch nicht ausgelacht". Egal ob die Antwort richtig war oder nicht. Glaubte er denn, dass er einen Idiot vor sich hatte? Dann kam der Baumtest. Ich sollte einen Baum malen und weil ich Linkshänder war, hatte mein Baum eine leichte Neigung nach Links. Daraus schloss er, dass ich verbrecherische Veranlagungen hätte. Er hatte wohl zuviel Franz Alexander und Hans Eysenck gelesen.

 Da ich bereits damals eine Jeans mit Nieten trug (meine Mutter nannte sie Cowboyhose) bemerkte der Psychologe, dass er, wenn ich 10 Jahre älter wäre, Angst vor mir gehabt hätte. Dabei war ich nur ein harmloses Kind. Er war also nicht nur blöd, sondern auch paranoid.

 Das Gemeine war nun, dass meine Mutter mir in einer Dummheit das immer bei Problemen vorhielt, ich hätte ja verbrecherische Anlagen. Das hätte der Psychologe ja schon gesagt. Das tat mir sehr weh, weil ich einfach kein Verbrecher bin. Damals nicht und ich wurde auch später keiner. Später wurde der Baumtest neu als fehlerhaft eingestuft und aus dem Plan genommen. So schnell kann man Leute stigmatisieren. Ich wurde 59 eingeschult und da ich als Linkshänder angeblich meine Schrift auf der Tafel auswischte, wurde ich auf Rechts umgeschult. Darunter leide ich noch heute und ich hab wieder begonnen links zu schreiben, weil ich rechts meine eigene Schrift nicht lesen kann. Mit links ist sie richtig gerade und schön. Aber den Schaden, den man mir in der Schule durch die Umstellung verursacht hat, ist wohl irreparabel. Meine Gehirnbahnen sind getwistet. Ích verwechsele links mit rechts und vieles mehr. Inzwischen gibt es sogar Therapien für Rechtsumsteller.
 
Niemand sagte mir was passieren würde, wenn man ins Alter der Geschlechtsreife kommt. Das war einfach kein Thema zu Hause, führte bei mir aber zu einem Problem, dem die Erzieher in den Internaten nur brachiale Gewalt entgegen zu setzen hatten. So dachte ich noch mit 12, dass Mädchen auch einen Penis hätten und fertigte dementsprechende Bilder an, die andere fanden.

Mein Vater, der Veterinärmediziner war wollte, dass ich eine gute Schulausbildung bekam. Die bekam man zu meiner Zeit in einem SPD regierten Land wie Hessen. Ich kam nach Königstein ins evangelische Internat, die Villa Andreae.

Dieses Haus würde in den 90er Jahren durch den Bauunternehmer Jürgen Schneider bekannt, der später dort residierte. Zu derzeit sah das Haus wieder wie ein Schloss aus, in dem nur erlauchte Personen Zugang hatten. Zu meiner Zeit war es eher wie eine karge Kaserne. Ich z.B. lebte in einem 14 Doppelbett Zimmer.

Die 5. Klasse in Königstein erhielt damals einen neuen Lehrer, sein Name war Manfred Wolf. Ich war, als er mit 29 Jahren katholisch heiratete, in seiner Kirche. Als ich das Internat verlassen mußte wohnte ich bei ihm für eine kurze Zeit. Er brachte mich von Mathe 4 auf Mathe 1. Jeden Tag fuhr ich mit ihm auf seinem Motorroller den Berg runter von Falkenstein, wo wir wohnten, nach Königstein, wo ich mit der Bahn zur weiterführenden Schule nach Kelkheim fahren konnte. Seine Klasse gab zu seinen Ehren, zu seinem 65. Geburtstag 2000 ein Fest zu dem alle Schüler der 5. Klasse eingeladen wurden, ich aber nicht, obwohl ich wohl zu den besten Personen gehörte, die man im Netz finden konnte. Warum, ich weiß es nicht und so traf ich keinen dieser Schule wieder. Heute gibt es keine Webseite mehr zu Manfred Wolf, die es damals von seinen Schülern gab (seine junge Frau fand eins der gemalten Bilder von mir). Er wurde auf jeden Fall 64, aber ob er heute noch lebt weiß ich nicht. Der junge Mann, groß wie ein Hüne mit dem blonden Haar und den großen blauen Augen müßte heute 82 Jahre sein, wenn er noch lebt.

Apropos: ich hatte auch Nachhilfe in Deutsch und der Lehrer Benner in Königstein sah original aus wie Wilhelm Reich. Damals bekam ich das 1. R&B Album von Ariola- Twist im Starclub Hamburg, The RATTLES. Dieses life-Album mit Bye bye Johnny brachte es total (gibt es nicht auf youtube, nur in Einzelstücken).
Das "John" von John Lennon und Chuck Berry´s "  Bye Bye Johnny" begründete meinen neuen Identitätsnahmen "Johnny". Alexander S.(dazu kommen wir noch) änderte ihn später in "John" ab, weil das ernster klang. Dabei blieb es bis heute.

Wie gesagt, die Beatles leuteten die Kulturrevolution ein. Man sagte damals über sie, sie wären hässlich wie die Nacht, sie würden sich auf dem Boden wälzen und nur yeah yeah yeah schreien. Kein Vorbild also. Das Markenzeichen neben der Schreimusik war die Pilskopffrisur, die ich besonders liebte und haben wollte.

Was aus so Leuten wird, konnte man in dem Film "der Pauker" mit Klaus Löwitsch (als Schüler) und Heinz Rühmann (als Lehrer) sehen. Nicht systemimmanente Revoluzzer sind letztlich kriminell oder sie werden es zumindest, wenn sie es nicht sowieso sind, wegen der Beschaffensnotwendigkeit. Wir lernen: wenn man sich mit Kritikern nicht lange aufhalten will kriminalisiert man sie einfach.
 
Wenn wir Schüler das Haus verließen, kontrollierte man uns ob unsere Haare auch hoch gekämmt waren. Das war eine Vergewaltigung. Vom Leiter Wanke (wegen ihm musste ich das Internat verlassen) lernte ich das Politik ein dreckiges Geschäft wäre, obwohl er zugeben mußte, das er ja selber Internatspolitik betrieb. Er hatte nach eigenen Aussagen im Krieg gebetet, wenn Gott sein Leben retten würde, dann würde er anschießend für Gott arbeiten. Ich hatte nie das Gefühl, das ihm das Freude machte. Zu dieser Arbeit gehörte es nicht mich zu retten. Retten ist übertrieben, einfach mich gut zu managen. Er versuchte es zu ruinieren. Er schmiss mich aus dem Internat.

In diesem 1.Internat hatte ich einen Erzieher (Rothe) der sagte einmal vor allen Schülern abwertend über meinen Freund Alex und mich: "Siehe Beck- wird nie Doktor, siehe Trettin- wird nie Doktor". Was mich betrifft: Rothe wird heute nicht mehr leben, sonst könnte er meine 400 Seiten dicke Dissertation lesen. Rothe selbst war übrigens kein Doktor. Was Alexander heute macht weiss ich leider nicht. Vielleicht wurde auch er Doktor. Meine damalige Freundin war Kirsten Damerow in Königstein.
 
Im 2. Internat nah an der A1 hatte ich eine Erzieherin mit Namen X die für den 3. Stock zuständig war. Sie lebte mit ihrem Mann zusammen in der Erzieherwohnung unseres Stocks. Ihr Mann war der Erzieher des 2.Stocks, hatte also mit mir eigentlich nichts zu tun. Die Stockwerke hatten schöne Mehrbettzimmer (2 bis 3).

Um 20 Uhr mussten wir alle in unseren Betten schlafen. Natürlich waren wir noch wach und so war es üblich, dass sich Schüler besuchte. Es gab also einen regen Verkehr zwischen den Zimmern. Auch ich beteiligte mich daran. Da wir kein Licht anmachen konnten und nur dünne Pyjamas hatten, schlüpften wir natürlich in irgend ein Bett. Das waren dann also jeweils 2 Jungs in einem Bett. Meist wurden Witze gerissen und so ein Witz hatte es nun mal an sich, das man anschließend lacht, manmchmal zu laut.

Plötzlich wurde die Tür aufgerissen und Herr X, der Mann von Frau X der gar nicht mein Erzieher war stürmte in den Raum und schrie:" Ihr schwulen Schweine" und schlug auf mich ein, dass ich unter dem Tisch Schutz suchen mußte. Immer wieder schrie er das Wort "schwul" (ihr schwulen Schweine) und verdrosch mich weiter unter dem Tisch und ich wußte gar nicht was schwul überhaupt war? Als ich dann in meinem Zimmer war, hätte ich mich am liebsten umgebracht. Auf jeden Fall wollte ich am nächsten Morgen nicht wieder aufwachen.

Mir ging es extrem dreckig. X war ein starker Raucher und hatte ein hartes teils rotes Gesicht. Er war ein Schläger! Auch dieses Internat war kirchlich. Viel Mitgefühl habe ich auch dort nicht erlebt. Meiner Mutter erzählte man ich sei möglicherweise bi-sexuell. Als ich einmal mit einem Mädchen sprach und ihr erklärte, dass ich nicht an Gott glauben würde ging die blöde Kuh sofort zu ihrer alten dürren verknöcherten Erzieherin und verpetzte mich. Am nächsten Tag musste ich zum Internatsleiter, der mich in einer Weise anschrie, das ich wirklich kein Wort verstand. Er war wohl Prothesenträger. Ich ließ es über mich ergehen und verlies den Raum nach dem er mit dem Schreien aufgehört hatte.
 
Ich war definitiv kein Kind für eine Kaserne. Ich ging auch später nicht zur Bundeswehr und Männergesellschaften mochte ich per se nicht. Mich interessierten mehr Mädchen.
Auch meine Mutter unterdrückte meinen Wunsch nach längeren Haaren. Aber die harmlosen kurzen Haare, die nur nach vorne gekämmt waren(Vokuhila) wurden allgemein immer länger, bis sie Schulterlang waren. Die neue Kultur war letztlich nicht aufzuhalten.1970 hatten alle lange Haare. Ähnliches hatten die Amerikaner schon mit Elvis Presley und dem Rock`n Roll und später mit dem Twist durchgemacht. Und dann ab 1963 in Europa mit den Beatles. Zurück zu den Beatles: Die Beatles brachten dann die ganze Palette, von "Twist and Shout" bis zu "Maharishis TM- Meditation". Zudem: Paul McCartney sagte einst "wenn man einmal LSD genommen hat, ist die Welt danach nicht mehr so wie sie vorher war".

Heute sind wir wieder dem "Style-Terror" ausgesetzt, so wie die Damen-Kultur in den 50er Jahren (Kraftwerk-Video: Sie ist ein Modell). Auch heute wieder muss man den richtigen Jahresstil tragen. Man lacht über das was man letztes Jahr noch mochte. Wir sind also wieder in den Händen der Kulturindustrie, die vermarkten will. Und da haben wir uns selber reinbringen lassen. Das politische Bewusstsein ist futsch- reichhaltige Pause.

Manchmal finde ich es gut, dass ich 64 bin und nicht so dumm wie manche Menschen mich heute haben wollen. Vieles wurde bewegt und verändert, definitiv sind wir erheblich freier geworden, aber gerade auf dem Höhepunkt der Freiheit promotet man wieder alte Klischees. Die Zweierbeziehung mit der obligatorischen Eifersucht, das schnelle Geld statt sozialer Gesellschaft. Die geradezu sprühende Intelligenz der 60ger Jahre ist der Vermarktungsideologie der heutigen Zeit gewichen. Die SPD ist nur eine linkere CDU. Die Grünen sind verbürgert. Irgendwie sind wir mit Beginn der 90er allmählich in ein neues Mittelmass zurück gerutscht.

Die politischen Kommunen waren Labore für die Entwicklung eines freien Lebens.Deshalb waren sie so wichtig.Beste Dokumentation:die Kommune 2 "Politisierung des bürgerlichen Individums".Damals gab es noch keine Reich-Therapeuten in Deutschland,sprich mich gab es noch nicht in Therapeutenfunktion.Leider hat sich da auch nichts nachhaltiges sonst etabliert.

Die 60er Jahre waren also anders. Man wollte äußere und innere Verhältnisse ändern. Das Medium dazu war Theater und Musik. Beim Living Theatre gab es keine Bühne und kein Publikum mehr. Man spielte im Publikum und mit dem Publikum. Man wollte Arbeit und Privat näher zusammen bringen. Man wollte wenn möglich zusammen leben und arbeiten. Man wollte nicht mehr entfremdet arbeiten, die Arbeit sollte für die Menschen und nicht für einen Chef sein. Kurz: Man wollte extrem mehr Freiheit und Demokratie. Reich nannte das " Arbeitsdemokratie" und meinte das diese Funkton angeboren sei.

Und man wollte mehr Experimente. Man wollte Erfahrungen sammeln. Das Ganze war ein ganz neues System. Auch bei der Musik gings nicht darum, dass sie gut klang, sondern das man Spielfreunde hatte. In der Band von Captain. Beefheart wurde sogar verlangt, dass niemand ein Instrument spielen können sollte. Andy Warhol machte Filme mit nur einer Einstellung. Man hatte ein natürliches Verhältnis zu Drogen und lernte aus den Erfahrungen mit ihnen. Man betrank sich nicht so sinnlos wie heute. Viele jedenfalls nicht.
 
Am 2. Juni 2017 jährte sich der 50. Jahrestag des Todes von Benno Ohnesorg, durch den die 68er Revolte begann. Sie führte letztlich zur sexuellen Revolution (Beate Uhse erstritt vor einem Kölner Gericht das Recht auf den Orgasmus) es kam die Pille, die Frauen befreiten sich und es gab das Sterntitelblatt "Wir haben abgetrieben" (Stern, 6. Juni 1971), Wilhelm Reich: Die Funktion des Orgasmus (KiWi 1971), Sexualität und Gesellschaft, Orgon, die neue Energie!
  
Anfang der 60er Jahre war meine Kindheit, die sich vorwiegend in Nümbrecht ereignete vorbei. Mein Vater starb früh mit 56, wurde also auch nicht 64 und mein weiteres Leben fand in Köln statt.

Mein Nachbar Klemens (er starb mit 50) führte mich in die Kölner Clubs ein und in alles was damit zu tun hatte. Nach einer AN 1 von ihm malte ich die ganze Nacht an einem Portrait.

Mein Freund Achim und ich (Achim und Achim) erfuhren, dass ein Freund von uns, der Gerd, der immer ein philosophisches Buch unterm Arm hatte, inzwischen in Frankfurt war. Er machte manchmal kleine Lesungen im Park. So las er  Antoine de Saint-Exupéry`s „Der kleine Prinz“, wo es die Geschichte mit Hut gab, der eigentlich eine Schlange war die einen Elefanten verschlungen hatte. Es ging darum, dass der eine nur Oberflächlichkeiten sieht (das ist ein Hut), während "das reine Herz" die Realitäten klar erkennt (Schlange anstatt Hut).

De Saint-Exupéry war im Krieg Aufklärer ( Pilot) und verschwand unerklärlicher Weise. Erst vor kurzem fand man jetzt seine Maschine. Er war in den letzten Kriegstagen verunglückt.

Wir trampten also 1966 nach Frankfurt und kamen in eine SDS -Wohngemeinschaft. Ein Mädchen fragte mich: "Bist du Genosse?" Ich wußte nicht was das war und sagte vorsichtshalber "Nein". Peinlich, denn ich war im Herzen der politischen Bewegung Frankfurts und wußte nicht was ein Genosse war. Ich lernte damals Thomas Weisbecker kennen. Er machte harmlose Agitations-Aktionen in Kirchen. Er wurde später von der Polizei in Berlin in einen Hinterhalt gelockt und erschossen, ähnlich wie Ohnesorg und Georg von Rauch.

Rauch wohnte in der Wielandkommune, die interessanterweise von Otto Schilly (dem späteren SPD Innenminister) angemietet wurde. In meiner 69er Berliner Zeit ging ich gern in die Wielandkommune, weil die die größte Badewanne aller Kommunen hatte. Die selbstgebauten K1- Duschen funktionierten nie. Der V-Mann Peter Urbach holte im November 69 sein Werkzeug aus der K1 ab. Ich wußte nicht das er ein Spitzel war und den Demonstranten vor dem Springer Hochhaus 68 die Mollies unterschob. Somit war es der Verfassungsschutz selbst, der die Brände verursachte. Die Studenten wurden nur benutzt.

Es gibt seit Jahrzehnten ein Thomas Weisbeckerhaus für selbstbestimmtes Leben, nahe dem Willy Brandt Haus in Berlin Kreuzberg.Willy Brandt und Wilhelm Reich kannten sich aus Norwegen. Brandt war da Versuchsperson zu seinen Studien von Lust und Angst. Auch das Betanien in Berlin Kreuzberg wurde zum "Georg von Rauch Haus" umbenannt.

Meine Beate wohnte dort direkt gegenüber, letztes Haus vor der Mauer und wir richteten 1981 dort im 3.Stock! unsere erste Orgonakkuwerkstatt ein (enger Seitenflügel, kein Lastenaufzug).

Der Bassist der Scherben Kai Sichtermann ist der Bruder von Barbara Sichtermann. Ich lebte 71 eine Zeit bei den Scherben, als sie noch in Kreuzberg am Gleisdreieck wohnten. Sie hatten gerade wieder das Doppelalbum "Keine Macht für niemand" neu aufgelegt und brauchten Geld.

Sie hatten dort 2 Etagen übereinander. Nachts pokerten sie immer und hörten alte Schlagersingels aus den 50er Jahren. Einmal morgens, keiner war schon auf, kaufte ich Brötchen, Käse und Milch. Ich stellte es in die Küche, ging kurz pinkeln und als ich wieder kam war alles weg und niemand zu sehen.

Ich kannte die Scherben schon von früher. 1970 nannten sie sich noch  "Rote Steine" und machten Aktionstheater. Straßentheater und Musik gehörten damals zusammen, in Berlin wie in Köln und ich gehörte zu der Bewegung. Ich war politisiert.
 
Achim war Künstler. Er lebte mit seiner Mutter 67 in der Kölner Friesenstraße, also Kölner Innenstadt. Trotzdem war das Haus alt. Achim wohnte in der letzten Etage. Es zogen immer mehr Prostituierte in dieses Haus, sodass wenn man hoch stapste die Türen aufgingen und die halbnackten Mädchen rausschauten. Nett.
Zwischen Hauptteil der Wohnung und einem weiteren Zimmer lag der Treppenhausflur. Achim hatte dort sein Zimmer. Wir spielten dort wilden Flötenpunk und wenn es gar allzu laut und wild war, kam die Mutter rein und sagte: Ihr habt wohl wieder was geraucht. Was uns damals verrückt machte waren die Doors, eine Offenbarung!

Mit meinem Freund Klemens machte ich 66 eine Radtour nach Juist. Das erste mal das Gefühl selbstgesteuerter Freiheit. Ich kaufte mir sofort eine Stange Gauloises und erlebte das Rauchen wie der Mann von der Malboro-Reklame. Ich erlebte, wie der Piratensender Radio Caroline  seinen Sendebetrieb eines Nachts um 0.00 Uhr einstellte. Das letzte Stück das lief war "Day in a life" (Sgt. Pepper) von den Beatles, dann nur noch Rauschen. Gespenstig.

Ich verliebte mich damals zuerst in Isa von Laar, dann in Jutta im Brahm. Jutta besuchte ich zu Hause und sie kam auch mit nach Köln und wollte Liebe
 
Achim und Pömpi (ein etwas seltsamer Name für einen so smarten Jungen) waren meine bevorzugten Freunde im neuen Köln. Beide Pömpi und Achim verlor ich völlig aus den Augen. Jutta leider auch. Was macht sie wohl heute?

Der damalige Star in Köln war Heinz Michels, der eine Meditationsschule gründen wollte. Damals etwas ganz neues. Der Film der uns alle umhaute war 2001 Odyssee im Weltraum.

Schon zur Schulzeit bekam ich ein Begabtenstudium an der Rheinischen Musikschule und der Vater von Pömpi war ebenfalls Musiker im Kölner Rundfunkorchester des WDR und mit meinem Dozenten F. befreundet. In der Musikschule lernte ich auch Prof. Kaskel ( Holger Czukay von den Can studierte bei ihm) kennen, der mit Stockhausen zusammen arbeitete.

Damals war der U-Bahntunnel Neumarkt in Köln noch im Rohbau. Dort fand für 3 Tage ein Undergroundkonzert statt. Veranstalter war die Undergroundfilmgeruppe Xscreen. Viele Gruppen spielten, es wurde viel geraucht und Lightshows waren voll im Gange. Eines Abends sperrte die Polizei die Ausgänge ab. Um einer Kontrole zu entgehen mußten wir aus einem Gang ausbrechen. Das gelang und ich war wieder mal gerettet. 30 Jahre später gab es im Stadtgarten Köln eine Veranstaltung dazu. Ich hatte ein Referat zu Wilhelm Reich 1968
http://joachim-trettin.homepage.t-online.de/dana.htm

Die Can kündigten 1969 für ein Sommerkonzert an, dass auch jeder mitspielen dürfte. Das war damals so üblich bei Undergroundmusik. Also versuchten meine Freunde (das war schon die Kommune Horla) das Beste beizutragen  Doch man sagte, das Management hätte das nur auf die Flyer geschrieben. Und wenn, dann müßte man ja sein eigenes Equipment mitbringen. Im Nu schleppten wir eine Anlage herbei und unser Freund der Gitarrist von Vinegar war so gut, dass jeder von Can seinen Verstärker ausstellte. Der Sänger Malcolm Mooney bekam daraufhin eine Nervenkrise und ging zurück nach New York und wurde Lehrer. Der Gitarrist Michael Caroly mit dem ich noch Silvester 1969 feierte wurde auch nicht 64 sondern nur 53 Jahre.

Pömpis Familie lebte anders. Es gab 4 Kinder und keine finanz. Rücklagen, was ich bis dahin aus gut bürgerlichem Haus als unmöglich erachtet hätte. Doch der Familie gings gut, sie wohnte auf der Ecke Zülpicherstr./Gürtel in Köln. Sie waren liberale Humanisten. Als es mir einmal schlecht ging habe ich mehrere Tage in Pömpis Zimmer gelebt. Ich hatte vom Schlagzeugspielen einen ganz dicken Arm und glaubte schon, dass ich nach einer Amputation nicht mehr Schlagzeuger sein könnte, und das gerade zur Zeit von Pink Floyd und Jethro Tull, die ich die ganze Zeit bei Pömpi hörte. Abgefahren. Die Familie gab mir ein Zuhause und ich verlor ein Stück meiner bürgerlichen Arroganz. Mein Zustand war eher hysterischer Art, kein medizinischer Fall. Es war lediglich ein verspannter Arm, vielleicht wollte ich auch gar nicht mehr nach Hause.

In Köln ging ich weiter zur Musikschule. Das Schülerlokal die "Rolltreppe", eine straßenüberspannende Glaslokalbrücke zum Hahnentor spielte als Straßenbahnkreuzung eine wesentliche Rolle für die Kommunikation. Das war ein Platz für Meetings. Hier traf man sich, vor allem Schüler nach der Schule.

Dort lernte ich Jürgen Zeltinger kennen der später einmal ein bekannter RockStar in Köln wurde. Damals war das noch anders. Er hatte noch keine Band und wollte immer das ich bei ihm Schlagzeug spielen sollte. Man sagte mir, dass man ihm nie Nein sagen durfte. Das hätte gefährlich werden können. Zeltinger war impulsiv. Also sagte ich immer ja. Eines Tages wollte er irgendwo in Ehrenfeld eine Gitarre zurückbringen und ich sollte mitgehen, was ich tat. Das war die Christian Schultstr.5, die in meinem Leben noch eine besondere Bedeutung haben sollte.

Dann gabs da noch die Gaby. Sie wohnte in Köln- Buchheim mit ihrer Mutter, sie war eine Kommilitonin. Auch hier konnte man sich immer aufhalten wenn man ein Freund von ihr war. Sie studierte Gesang. Sie sang später bei einem Auftritt meiner Band "John Tobolks Ltd." Das Band-Auto war bunt bemalt und bei der Abfahrt als es regnete färbte sich der Asphalt wie ein Regenbogen. Was für ein Abgang!

1972 war ich Werksstudent bei Ford. 74 gab es den großen Fordstreik, den größten in Deutschland. Nach 40 Jahren gab es eine Gedenkfeier. Die fand genau in dem Raum in Köln-Kalk an der Kirche statt, in dem ich fast vor 50 Jahren meinen ersten Bandauftritt hatte. Ich fasse es nicht. 3 Realitäten begegneten sich. Wow

Und dann gab es noch 2 Musiker, die auch bei einem Auftritt bei mir spielten. Das war der rote Fuss am Bass und Ralf Mager als Gitarrist von der Band Action-Set. Fuzz spielte später Straßenkonzerte mit Klaus dem Geiger. Klaus von Wrochem (Tabanakel). Ich verlor beide aus den Augen. Bei Ralf spielte Werner Fauss Schlagzeug, der Jahre später Schlagzeuger erst bei Zeltinger, dann bei den Lords wurde. Fauss wurde auch keine 64, er starb mit 62 Jahren.

Ralfs Mutter hatte ein 3-stöckiges Haus in Köln- Mehrheim mit eben einem großen Keller wo wir von den Bands spielten und tagelange Feeten an Wochenenden feierten. Auch mit der Tochter von Peter von Zahn, die ich übrigens sehr süss fand. Sie stellte mich mal ihrem Vater vor. Nie hab ich jemals wieder einen aus dieser Clique wiedergesehen, außer Winfried Bode, ein Urgestein der Kölner Rockszene den ich durch Gaby kennenlernte.

Bruno Goldbach, der war eine Marke für sich. Er wohnte in dem Haus Ring/ Maastrichterstr. Köln Innenstadt. Er war Gitarrist. Als ich eines Morgens anstatt zur Schule zu gehen ihn besuchte und in einem Sessel saß, sagte er plötzlich "das ist genau der Sessel in dem damals Eric Clapton saß, als er hier im Star Club Köln spielte." Wahrheit oder Erfindung- ich weiß es nicht. Wir liebten Blues und hörten John Mayall und diskutierten das Gitarrenspiel der verschiedenen Gitarristen.

Kurze Zeit später spielte Hendrix in der Kölner Eissporthalle, ich hörte ihn dort und abends in dem Club Storyville. Hier spielte er Bass und Noel Redding Gitarre.

Bruno hatte die irre Idee einen Club in seinem Keller zu machen der enorm gross was, da seinem Vater das ganze Haus gehörte. Jedenfalls sagte er das. Der Club ohne Klo wurde ein Geheimtip. Das war echter Underground. Doch den Club gab es nicht lange,. Eines Abends schlug jemand den ganzen Club zusammen. Ich weiß wer es war aber sag es nicht.

Wir zogen um in den Jim Beam Club, nur einige Häuser weiter, nähe Brüsseler Platz. Hier gab es große Wohnungen und viele Projekte, u.a. wohnte der Schriftsteller Rolf Dieter Brinkmann da und auch der Manager der Amon Düül 2, Eric de Fürstenberg.

Der brachte mich zusammen mit der Theatergruppe POL (und dann folgte noch ein irrer langer Namen). Sie wollten ein Theaterstück in Manchester aufführen nach Otto Muehls Aktionstheater. Dick Städler und Theo König gehörten damals zu Pol.

Muehl machte sehr unappetitliches Theater. Menschen beschmierten sich mit Kot, bepissten sich, hatten Geschlechtsverkehr auf der Bühne oder schlachteten dort Tiere. Wie die Inszenierung von Pol aussah, weiß ich nicht, aber ich glaube es war nicht so schlimm. Muehl war Österreicher und Deutsche sind (Gott sei Dank) doch eher prüde. Aber es ging mehr um den Grundgedanken, sich von allen zu befreien wovor man Ekel hat und das als Kunst. Ich sollte Muehl selber noch kennenlernen.

Ein anderer Mann den ich später noch kennenlernen sollte war Rolf-Ulrich Kaiser, der das Ohr Label gründete, machte 1968 "die Essener Songtage" wo die besten internationalen Bands spielten. Rolf Ulrich Kaiser sollte für mich noch mal sehr wichtig werden. Dort traten u.a. auch die Düüls auf und ich sah zum ersten mal Uschi Obermaier, die Freundin des Schlagzeugers der Düüls, Peter Leopold. Die Düüls waren eine ursprüngliche Hippiegruppe und bei diesen Gruppen konnte man frei mitspielen.

Dasselbe tat ich bei Guru Guru in Darmstadt, die damals noch Jazz machten. Anschließend ging es in das Waldhotel in Jugenheim (Darmstadt), einem alten heruntergekommenen Hotel, das abbruchreif war. Da traf ich zum ersten Mal Chris Karrer von den Düüls. Insider wissen was in diesem Hotel lief und andere brauchen es auch nicht zu wissen.

Jemand sagte mir und meinem besagten Freund Achim "Ihr seid nur hierher gekommen um den Meher Baba kennenzulernen (ein Guru)". Dann bekamen wir ein Kärtchen mit dem Bild des Meher Baba mit dem Spruch "don´t worry be happy." Für mich war das damals das Bekloppteste was es gab, aber heute weiß ich, dass der Spruch seine Richtigkeit hat, wenn man ihn versteht. Leider muss man dann noch eine Reihe anderer Sachen verstanden haben und Politik hinter sich lassen.

Floh de Cologne war ursprunglich eine Kabarett-Gruppe. Später machte sie Polit-Rock. Dick Städler spielte dort Gitarre und Gerd Wolschon sang. Sie hatten am Brüssler Platz 2 Etagen und wir (die Horlas) lebten dort eine Zeit. Ich weiss dass die beiden Saskia (Honey) 2005 und Gerd  (2012) gestorben sind.
https://www.youtube.com/watch?v=0iLTtVgXhbY
 
Auch das Ehepaar Plantico,das da wohnte war sehr progressiv. Wenn ich könnte würde ich mich heute für vieles entschuldigen.

Auch Wolfgang Erdle, Galerie Kloster Zündorf war für die Horlas lebenswichtig. Er lebt heute nicht mehr, aber ich denke er überquerte die 64. Ebenso Bernd Luttermann der mit dem Künstler Mani Löhe (wurde auch nicht 64) zusammen wohnte.

Wolfgang im Himmel und Bernd hoffentlich noch auf Erden, ihr ward Lebensretter. Immer für uns da. Ich weiss dass das nicht einfach war. Aber die Horlas waren auch ein Vorbild für die damalige Zeit. Hier lernte jeder zwangsläufig, ob er wollte oder nicht.

Es gab eine Band in Köln die hieß "The Misfits". Sie hatten bei den Kinks als Vorgruppe gespielt. Dort war ich Kandidat für das Schlagzeug. Der Bassist war Ralf Aurant. Bereits 67 war er politisiert (wie wir das damals so sagten). Wir machten keine Musik mehr sondern gingen demonstrieren, so gemeinsam bei dem Sternmarsch auf Bonn 1968 gegen die Notstandsgesetze.

Im Beam Club arbeitete ich bereits als DJ. Ich liebte das Mischen von Titeln und wer später meine Berliner Wohnung kannte, der sah, dass sie ein einziges Mischpult mit Aufnahmegeräten war, mit Küche und Klo. Ein späteres Angebot bei einem privaten Radiosender zu arbeiten schlug ich aus. Mein Demoband, das ich selber produzierte hatte ihnen gut gefallen.

1969 traf ich Alexander an der „Rolltreppe“. Wir gingen in seine Wohnung und es war genau die Wohnung in die mich Zeltinger ein Jahr zuvor geschleppt hatte. Er lud mich ein bei ihm zu wohnen und zum dritten Mal im Leben fühlte ich mich frei. Ich studierte damals noch immer. Die Wohnung war super, wenn auch klein. Das große Zimmer hatte sein Bruder, das kleinere wir. Sein Bruder war Student der Theaterwissenschaften, später Verleger in Berlin. Er verlegte ein Buch von mir "AAO=Fortsetzung der Politik mit anderen Mittel". Seine Name Peter Sineokow.

Und er war, wen sollte es wundern, bei POL. Er war fast nie zu Hause. Es entwickelte sich dort eine kleine Gruppe die eigentlich nur diskutieren und andere annehmliche Dinge tat. Den Sommer 68 arbeiteten 3 von uns ( ich auch) in einer in der Nähe gelegenen Zinkerei (da wird das Material hergestellt mit dem ich heute arbeite.).

Immer mehr Leute kamen in die Wohnung und blieben, auch dort zum Schlafen. So auch als der eigentliche Wohnungsbesitzer Peter eines Nachts mit Barbara Sichtermann (TV Journalistin aus Berlin) kam und die Tür nicht aufkriegte, weil man jetzt nicht nur zu dritt in seinem Bett, sondern schon im Flur  vor der Tür lag. Der, der vor der Tür schlief motzte: "Wer ist das denn " und ein anderer sagte verschlafen: "ich glaube der wohnt hier."

Absurdes Theater. Eines Morgens stand die Polizei vor der Tür: eine - Razzia. Die Wohnung war observiert worden, aber man fand nichts, Kein Rauschgift.. Ich saß auf dem Polizeirevier in Köln Waidmarkt und musste mir anhören, wie einer der beiden Kommissare (Steiner oder Krombach) zu seiner Sekretärin sagte: "Rauchen sie kein Haschisch? warum nicht? Ich rauche jeden Tag.“ In der Kölner Presse konnte man über uns lesen: Alle lagerten auf Matratzen, pornographische Bilder hingen an der Wand (was nicht stimmte) und dann versuchten sie auch noch auf ihrem Intelligenzquotienten herum zu reiten.

Trotzdem bekamen wir die Kündigung. Nach vielem hin und her in Köln, waren wir inzwischen in Köln so populär, das kein Vermieter uns haben wollte. Die Presse gab uns den Namen "die Horla-Kommune".

Köln mochte die Horlas nicht. Man wollte keine politischen Kommunen in der Stadt. Der Polizeiterror begann.
Keine Wohnung bekamen wir in Köln mehr. Die Polizei observierte uns.

Der Kölner Journalist Jens Hagen verhinderte einmal eine Festnahme vor der Kölner Mensa. Fehlende Wohnungsauflage führte zur Verhaftung. Die konnten wir aber nicht bekommen, wenn man uns das Anmieten einer Wohnung erschwerte. Den Bericht darüber konnte man in Konkret Juni 69 lesen.

 Wir fuhren nach Hannover und besuchten den Psychologieprofessor Peter Brückner. All diese Kontakte Rolf Ulrich Kaiser, Peter Brückner kamen durch unseren Freund Bruno Martin zustande, der sehr oft unterwegs war um genau solche Kontakte zu knüpfen. Barbara Sichtermann war die Freundin von Peter Brückner. Sie war für eine "objektive "also traditionelle Politiklinie. Wir für eine "subjektive "Politik (Erkenntnis, Emanzipation etc.). Peter verstand uns sehr gut und wollte mit uns zusammen ein Buch machen.

 Diese beiden Unterschiede beißen sich wie evangelische und katholische Kirche vor der Ökumene. Wir flogen mit der Lufthansa nach Berlin. Hin und Rückticket. Hin 50 DM, zurück 2 DM. Dort konnte man ohne Ausweis einreisen aber nicht mehr ohne ausreisen. Das war also erst mal Endstation. 2 Freunde wurden bereits von den Feldjägern gesucht.

Rainer Langhans (der immer sagt: Mein Thema ist das Nichts") machte uns ein Angebot nach Berlin in die K1 Fabrik zu kommen, eine große ehemalige Schreinerei mit Etagen, die Räume 180m2 groß.
Dort lebte auch inzwischen Uschi Obermaier und Langhans war zu einem Jetsetter geworden. Unsere politischen Ideen gefielen ihm gar nicht.

 Da wir aber nun mal obdachlos waren, blieben wir im Erdgeschossraum, dem schwarzen Raum ohne Fenster. Da sollte mal ein Lokal wie das Roxy in Steglitz entstehen. Wir waren inzwischen 15 Leute.

 Nach einiger Zeit wollte uns Langhans durch ein Rockerkommando aus der Fabrik entfernen lassen. Die Rocker sahen unsere Lage. viele Leute, ein Kind und 1 Topf mit Kartoffeln und sie waren enttäuscht das es nichts zum Schlägern gab.

 Ab da waren sie permanente Gäste im 2.Stock (K1), die damals eigentlich nur noch aus Langhans, Uschi und ein paar Unbekannten Leuten bestand.

Wir zogen in den 1.Stock,die LinkEck-Etage.
Der Stern machte damals eine Reportage über Uschi, die Düüls waren da und andere Gäste aus der Frauenkommune Giselastr. aus München

Als das Wort "Lumpenproletariat" fiel war es aus. Später hieß es in der Presse: Uschi bekam eine Ohrfeige, die Düüls verloren 4 Zähne. Das war das Ende der K1. Noch am selben Abend fuhren Uschi und Rainer nach München. Frage: Wer von den google/facebooklesern war in dieses Geschehen irgendwie involviert?


Wir hatten zwar jetzt die K 1 Fabrik, waren inzwischen 16 Leute, aber ohne Geld und auch keine Aussicht darauf. Zuletzt kamen Rainer O. und Janett B. von den Amon Düül zu uns.

 Bruno wollte eine Zeitung herausgeben. Letzlich gingen aus den Horlas 3 Publizisten hervor (Martin, Sineokow und Trettin ).

In dieser Zeit kam wieder Rolf Ulrich Kaiser zu uns und machte Interviews mit einem tragbaren Rekorder. Daraus wurde ein Buch:"Fabrikbewohner" (Droste Verlag Düsseldorf). 1970 lief diese Sendung  im Radio auf WDR3 im Sommer im Nachmittagsprogramm. Er glaubte, die Horlas wäre eine Gruppe unter anderen, aber wer die Horlas wirklich kannte, wußte das die Horlas einmalig waren, mit starken Mitgliedern. Radikal bis zum Gehtnichtmehr.

Um die Genitalien frei zu haben liefen wir einmal alle nur mit weissen Bettüchern durch die Strassen. Wir entwickelten eine Mode, dass man im Nu das Genital und den Po frei hatte ohne die Hose ausziehen zu müssen, ein Herausnehmbarer Po- und Front Einsatz.

Wir waren Gig-Piraten. Wo eine Band spielte stöpselten wir vorher ein und machten eine, alle mehr begeisternde Musik, als die darauffolgende Band drauf hatte.

Weil wir herausgefunden hatten, dass die Polizei uns nur herausgriff wenn wir vereinzelt waren, waren wir immer als Gruppe zusammen. Wir waren die 1.politische Kommune, ohne festen Wohnsitz, die Gang-Charakter hatte- Polit-Nomaden, eine Stadt-Gang, eine Gang die man liebte, aber auch fürchtete. Den Horlas war nichts heilig, auch wenn ihr Motto "Himmel auf Erden" war.

Wir gingen durch unsere kindlichen Traumata. Einmal fuhren wir mit unserem Buss zu einem unserer Eltern und verprügelten die ganze Familie etc.. Ich könnte ein Buch darüber schreiben und vielleicht mache ich das auch mal um den Charkter einer Emanzipation innerhalb der Gesellschaft zu zeigen. Das Politische daran ist es. es zu tun. Do it!Zeig wer du bist und befreie dich spontan. Die gesellschaftlichen Zusammenhänge werden dann spontan klar. Auch heute noch gut obwohl viele Horlas sich sicher heute davon distanzieren würden. Ich aber nicht. Die Horlas werden nächstes Jahr 50.


Rainer Langhans wollte mich nicht in der K1 Fabrik anmelden. Das tat dann ein Polizist stellvertretend. Ich muss sagen die Polizei in Berlin war da schon weiter als die in Köln, wo man eher das Gegenteil tat. Die Polizei in Köln meldete mich (bei meiner Mutter ) wo ich einen festen Zweitwohnsitz hatte, ab. Ich bekam das erst raus, als ich meinen Führerschein machen wollte. Ohne festen Wohnsitz konnte man eingesperrt werden und natürlich auch keinen Führerschein machen.


Ich fuhr seit dem 16. Lebensjahr öffentlich auf der Strasse. Bruno Martin sagte einmal "Mensch John, das ist eine 50er-Zone und Du rast hier mit 80, pass mal auf, sonst stoppt dich eines Tages die Polizei.
War mir egal. Freie Strasse, freie Fahrt.


Als ich meinen Führerschein beantragte hatte ich schon mein 3. eigenes Auto. Einmal stellte mir die Polizei auf der Autobahn A3 sogar ein stellvertretendes Papier für weitere Kontollen aus. Ohne Unfall gut gefahren und durch alle Kontrollen gekommen. Ich war gut. Als ich einparkte, kam mein Fahrschullehrer aus der Behörde. Er schaute nach rechts, ich nach links als ich reinging. Ich meldete mich an und machte meinen Führerschein fehlerlos.

Die Kinderzeitung:
Als ein Junge einmal fragte; "warum hast du denn so lange Haare reichte es H-R.. Er kreierte die Kinderzeitung Nr.1. Eine Zeitung nur für Kinder (Wir verstanden uns selber als Kinder). Diese 1.sogenannte Zeitung war ein DinA4-Blatt mit 4 Bildern.

Bild 1.Vater und Sohn stehen zusammen. Der Vater sagt zum Sohn "deine Noten werden immer schlechter und deine Haare sind auch zu lang. Schluss mit der Gammelei. Du gehst jetzt zum Fiseur."

Bild 2: Gedankenblase. Der Sohn denkt diesmal lasse ich mir das nicht gefallen.

Bild 3: Eine Staubwolke aus der nur eine Faust und ein Bein herausragt und jetzt

Bild 4. Man sieht den Vater nackt mit seinem Penis. Der Sohn hat in der Hand eine Schere, der Penis dazwischen. Er will dem Vater den Penis abschneiden, denn

 und so der Kommentar: "WER DIE HAARE NICHT EHRT IST DES PENIS NICHT WERT"

Hier wird die Kastration angesprochen, die den Kindern aufgezwungen wird. "Schärfer" geht es nicht mehr. Das ist der Punkt der sexuellen Revolution. Haare stehen für Freiheit. Free Flag Flying (wehende Haare).

Wir druckten das damals im Republikanischen Club (RC) in Köln. Darauf hin liess der Kölner Staatsanwalt Schaeben den RC durchsuchen. Das ging durch die Presse und Heinrich Böll solidarisierte sich mit uns.

Die 2. Kinderzeitung war schon härter (wohl kaum möglich aber doch). In der ZK 2 geht es um die gewaltätige Sexualität der Eltern im Schlafzimmer. Die Tochter Inge steht vor der Tür, ist beunruhigt durch die Geräusche, die aus dem Zimmer hinter der Tür kommen und hört sich das an.
http://www.trettin-tv.de/orgon/horla.htm.   Im Sinne des Presserechts wird diesmal Schaeben als verantwortlich angegeben, was in gewisser Weise stimmt.

 Was hier auf dieser Edition von mir aus den 90ern abgeschnitten ist, ist der abschließende Satz:
"Der Vater ist ein alter Sack, die Mutter eine olle Funz- schlagen wir Ihnen den Schädel ein, dann gehört Köln endlich uns- den Kindern"

 Psychologisch verständlich, politisch nicht umsetzbar, pädagogisch zweifelhaft. Doch diese Realtität, das sollte man nicht vergessen ist Realität. Es gab 6 Ausgaben der Kinderzeitung, die ich zum Schluss bei den Planticos editierte.
Die Matrizen wurden mir in der AAO München 1977 entwendet und sind für immer verloren. Die letzte Ausgabe war sehr friedlich. Ähnlich wie bei Freud war jetzt alles im Bereich der Phantasie. In der Phantasie wurden die Kinder stark. Nicht mehr in der Realität. Das traf auf uns zu.

Was war passiert: Wir selber hatten unsere Stärke verloren. Ein Autor erlitt einen Nervenzusammenbruch. Die Gegenseite war zu stark. Bei allem fehlte uns das Geld, weil wir uns nicht vermarkten wollten. So war das..........

In Köln wurde aus unserem Mensabücherstand mit dem Plakat
"die Polizei hat uns in ihrer Brutalität erkennen lassen, das Eigentum Ballast ist. Wir enteignen uns, helft uns uns zu enteignen."
Ein Buchladen, das "Politische Buch". Alle Beteiligten wohnten in einem Gebäudekomplex von 6 großen Wohnungen nah der Uni. Meine Tochter gab es inzwischen auch schon und oft war sie in dem Laden und wurde liebevoll von allen betreut, wenn ich anderes zu tun hatte.

 In dieser Zeit von 72 bis 74 hatte ich viele Freundinnen, von denen ich nicht weiß wo sie heute sind. Der beste Sex meines Lebens. Die Zülpicherstraße mit der alten Mensa und den anliegenden Straßen, Weyerthal, Palantastr., das Keldenich etc. waren mein Zuhause. Ein ganzer Lebensabschnitt fand hier an der Uni statt. Meine Zeit im SDS. Als mein Freund Rolf Hampf den Buchladen nicht mehr machen wollte, ging er nach Hamburg. Ich hab nie wieder was von ihm gehört.

 In der Arbeit in den Betrieben hab ich gelernt, dass es keine Arbeiterklasse gibt. Es gab vor allem junge Arbeiter, die gegen die Kultur der alten Arbeiter standen. Hier schloss sich der Kreis, der im Internat begann. Wir lebten in einer Kultur-Revolution. Genau so wie ich 67 stolz darauf war politisiert worden zu sein, verlies ich jetzt die Politik aus Überzeugung. Politik hat den Nachteil nach Macht zu streben. In der Realpolitik kommen die Ideale unter die Räder und man wird anfällig für Korruption. Das passiert überall. Überall. Auch mir wäre das passiert. Letztlich gibt es nur Realpolitik.

 Reichs Massenpsychologie entdeckte die Arbeitsdemokratie. Arbeitsdemokratie glaubt an die Abläufe der Arbeit, Politik nur eine Mehrheit zu gewinnen. Für mich fing der neue Prozess mit der Erziehung der Kinder an. In Köln machte ich 74 mein Vorpraktikum in dem Kinderladen Flora in Köln am Ebertplatz, den es heute immer noch gibt.

 Nach München kam ein alter Reichschüler, Dr. Walter Hoppe um hier seinen Lebensabend zu begehen und hier zu praktizieren und zu lehren. Ich ging also nach München um bei ihm zu lernen. "hier fängt jeder als Patient an", war sein Credo" und so wurde ich Patient, aber lernte Orgontherapie die ich in meinem neuen Kindergarten anwenden konnte.

Von der Kindertherapie kam ich zur Eltern, bzw. Erwachsenentherapie. Später in Berlin arbeitete ich für den Berliner Senat in der Familienhilfe. Kaum jemand weiß, dass die praktische Politik bereits 67 mit der Heimpolitik anfing. In Köln gab es beispielsweise den SSK und in Berlin die "Berliner Gesellschaft für Sozialarbeit" (BGfS). Jetzt erst einmal in München arbeitete ich im Oberföhringer Kinderhaus.
Diese Zeit begründete letztlich meine Berufsperspektive. Christine Hohenberger, Andrea Süss,  Eva Pampuch, Vilma Halt (wie Stop) sind die einzigen Namen, die bei mir noch im Gedächtnis sind. 4 bemerkenswerte Frauen, für mich unerreichbar geworden.

Hier traf ich zum 2. Mal auf Otto Muehl. Aus einer Hippikommune hatte sich ein Komplex von insgesamt 500 Kommunarden entwickelt. Ursprünglich als Therapiekommune wurde daraus eine Organisation mit strenger Hierarchie, die AAO. Zuerst wohnten wir bei Freising, 30 km vor München. Es war das Haus der Musikgruppe Embryo das wir jetzt bewohnten. Das war eine schöne Zeit. Allerdings kamen die Wiener immer öfter auf ihren Reisen nach Deutschland vorbei und wenn man einen klaren Kopf hatte erkannte man schnell, das diese Leute brachial -primitiv und gefährlich waren. Muehl war 20 Jahre älter als die anderen, hatte ihnen 20 Jahre voraus. Ein Häuptling (Muehl), der Rest unterdrückte Untertanen. Es gab gemeinsames Eigentum, Promiskuität, gemeinsame Arbeit- und Leben, Therapie, aber in der AAO gab es auch eine Nummern-Hierarchie. Zuletzt behauptete Muehl, die AA Menschen wären die ersten Menschen überhaupt. Alle anderen "DeTies", denkende Tiere. Aus der Emanzipation und der Kommunebewegung war Faschismus geworden.

Wir bekamen den Auftrag das schöne Embryo-Haus zu verlassen und in die Schwanthalerstr. Innenstadt München (Stachus) zu ziehen.
Das war eine ehemalige Kleider- Fabrik mit 3 großen Etagen im Hinterhof. Vorne war ein Eisentor. Das war immer abgeschlossen. Wir vergrößerten uns auf 30 Personen. Nur ich hatte es gut, ich hatte gelernt und erklärte mich zum Küchenchef auf Grund meiner 3Punkte Fachkenntnis. Ich war der Chef und hatte den Bus zum Einkaufen und den Schlüssel zum Tor. Ich war der einzige der rauskam. Ich sperrte die Küche und Speisekammer für jeden ab. In der Zeit als ich in Wien in der Praterstr. war (Muehls Wienwohnung.) arbeitete ich mit für das Buch der AA.

 Ich verließ dieses Spinnennetz und schrieb mein eigenes Buch über die AA. „AAO=Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln“.

Nachdem ich in München wieder keine Wohnung bekam folgten 15 weitere Berlinjahre. Ich begründete ein Wohnprojekt mit 12 Wohnungen wo allerlei stattfand, aber vor allem der Bau des Reichschen Orgonakkumulators in einem Kellergeschoss des Hauses. Wir gründeten eine Filmfirma und machten eine ausgedehnte USA Reise durch 30 Staaten um Dokumentationsmaterial zu Wilhelm Reich zu sammeln.

Der Tod meiner Mutter April 1992 führte mich wieder zurück nach Köln. Ich hoffte über die Grünen für die ökologischen Projekte-Wilhelm Reichs Hilfe zu bekommen (Herzinfaktrisiko senken durch Luftverbesserung in heissen Sommern). So wurde ich Bündnis-Grüner und gründete das WRIG-Projekt (Wilhelm Reich Initiative bei den Grünen). Doch die Grünen wollten das Projekt nicht unterstützen und ich stieß wieder an die Grenzen der Realpolitik. Politik gegen Arbeit!

4 Tibeter kamen 1965 nach Europa, Trungpa Rinpoche (ging in die USA), Akong Rinpoche (er wurde später auf einer Reise durch Tibet ermordet), Chime Rinpoche (blieb in England) und Ngari Tulku. Er kam nach Köln, war SPD nah und lernte deutsch.

Richard Alpert, besser bekannt als Ram Dass, Autor des Buches "be here now", so wie andere der Beatnick Szene, z.b. Allan Ginsberg, wurden Schüler bei Trungpa. Andere wie Burroughs hatten einen Orgonakkumulator in ihrem Garten und Sanders schrieb eine Sutra auf den Orgonakkumulator. Hier kamen 2 Szenen zusammen.

Ram Dass` Buch war für mich sehr wichtig. Von der Orgonenergetik zu den inneren Energiebahnen, Chakren und zu den tibetischen Yogis.
Timothy Leary las das tibetische Totenbuch und schrieb es in ein LSD Set und Setting um, da er meinte das auf LSD genau dasselbe passieren würde wie im Totenbuch. Chögyam Trungpa (Tertön) brachte das Original-Terma später wieder neu heraus.Vorher gab es eine Erstherausgabe mit einem Vorwort von C.G. Jung. Bruno Martin übersetzte Learys Buch ins Deutsche, aber ich glaube kein Verlag brachte es heraus.

Beate lernte Ngari in Köln kennen als er als Übersetzer für einen tibetischen Lama fungierte. Ich fuhr von Berlin nach Köln, weil ich Ngaris Rat suchte.
Durch einen Zufall wollte ich ihm anschließend das Haus meiner Mutter vermieten, doch er lehnte ab und sagte, es ist noch nicht die Zeit.
In ihrem letzten Lebensjahr vermietete meine Mutter ihm das Haus und er schlug vor, dass er, seine Freundin aus Paris, meine Freundin Beate, die ihn gut kannte und meine Wenigkeit in dieses Haus ziehen sollten um verschiedene Projekte zu machen. So entstand die Bodhi Rime Gemeinschaft Weisses Herz.

Bezüglich meiner Person meinte Ngari, ich müsse unbedingt ein Institut gründen, forschen und publizieren was ich dann auch tat. Er war mein Mentor. Alleine hätte ich das nicht getan.
10 Jahre Forschung zur Temperaturdifferenz To-T, Elektroskopraten Eo-E und biologische Forschung zu den kleinen Energiebläschen Bione. Wieder mit der Hilfe von Beate, die schon mein 3-Jahres-Retreat betreute.

Aus dem "Institut für Orgontechnik und Orgonforschung" wurde das Wilhelm Reich OrgonInstitut Deutschland.
http://www.orgoninstitut.de
Es gab auch Messungen in Kathmandu und verschiedenen Plätzen in Indien, Thailand etc..

Es folgte meine Dissertation "Orgon- eine neue Physik", 2005, meine Lehrtätigkeit an der AMRI Hochschule Kanada, die Orgonpraxen in Berlin und Köln.

Ngari Tulku starb 2008 in Köln. Er ist nur 63 Jahre alt geworden.

When I´m 64. Irgendwie hat das Alter einen doch erreicht, obwohl ich mich nicht alt fühle. Ich bin ein Junge.

Ich bin für viel Freiheit für die Kinder. Eltern dürfen nur ein liebender Helfer sein, was den Kindern Schutz gibt. Die Vergewaltigung fängt schon an, wenn Kinder im 1. Schuljahr auf Bänken sitzen müssen. Kein Kind will das und dass Eltern meinen ihre Kinder müssten doch werden wie sie, ist auch einfaltslos, eher sogar pathogen. Obwohl wir im  2.Teil des 20. Jahrhunderts gelebt haben, wurden 50 Prozent derjenigen die zur Therapie kamen schwerst geschlagen, nicht nur mit der Hand.

Mit 65 fängt das Pensionsalter an. Für Freiberufler ist das natürlich nur eine Zahl. Trotzdem habe ich bereits meinen Rentenbescheid zum Januar 2018.
 
Mein letztes Kapitel:
Mein Leben am Meer von Porto Garibaldi (Ferrara/Italien). Dieser letzte Platz könnte in Zukunft immer wichtiger werden, weil ich hoffe hier viel Zeit zu verbringen, dem Meer zuzuhören um meine Bücher dort schreiben zu können, z.Z. über Orgontherapie und Meditation und Politik. Ich bin inzwischen überzeugter Europäer, auch wenn die vereinigten Staaten von Europa "USE" bestimmt noch lange dauern und ich bin froh im freien Teil der Welt zu leben, wo es auch sauberes Wasser gibt. Alles das ist keine Selbstverständlichkeit, wie ich früher glaubte.




John, 13.06.2017



Dienstag, 23. Mai 2017

Anschlag in Manchester am 22. Mai 2017

Anschlag in Manchester nach einem Konzert von Ariana Grande. Wir verbeugen uns vor den Toten und ihren Hinterbliebenen, den trauernden Müttern und Vätern, Geschwistern, Anverwandten, Freunden, sowie den Verletzten.
Ariana Grande ist ein Teenie-Star, dementsprechend waren viele Konzerthörer junge Teenies und Kinder, Mädchen, die so jung waren, dass ihre Mütter mitgingen. Man hatte es auf die Freude der Kinder abgesehen. Die Ideologie des Attentäters: Kinder sollen sich nicht erregen und freuen. "sexy joy" verdient nur eins, den Tod! Ebenso schlimm ist es für die Hinterbliebenen. Familien wurden zerstört. 22 Tote und 60 Verletzte. Auch das Konzert von den "Eagles of death Metal" am 14.11.14 in Paris. Ein Anschlag auf die Freude des "sex behavior" Rock ´n Roll ist sexy ist sexy, libidinös.
Im Allgemeinen handelt es sich um Angriffe auf den libidinösen Lebensumgang oder direkter gesagt gegen Libidinösität als solche selbst. Sex muss sterben und so ist auch der Tod das Gegenteil des Sexes. Aber warum bomben sich die Sexgestörten nicht alleine in die Luft wenn sie nicht mehr leben wollen, sondern wollen uns mitnehmen. Das ist eine Frage der "emotionellen Pest" (Reich) und nicht der religiösen Ideologie. Es ist nicht intellektuell, es ist eine Störung in der Kernfrage der eigenen Lebensfunktion. Einfach krank, kranker gehts nicht mehr!

Donnerstag, 13. April 2017

Ein Weg der Entwicklung der Orgonomie in Deutschland (1968-2017)


For non- English reading: Please use the Google translation program. This program is good and reproduces the text well. It is worth it.

Das Internet gibt uns die Möglichkeit eine beite Öffentlichkeit in aller Welt zu erreichen, ohne durch redaktionelle komplizierte Prozesse gehen zu müssen. Eine Wunscherfüllung eines jeglichen Redakteurs, die einfach traumhaft ist. 

28 Jahre ist es her, dass wir durch 30 Staaten der USA reisten, um noch lebende Reich-Mitarbeiter zu treffen, sie zu interviewen, zu filmen und von ihnen zu lernen.
Umgekehrt kommen jetzt immer mehr Leute zu uns für Gespräche, Therapie und um von uns zu lernen. Sie kommen nicht nur aus Deutschland oder anderen Ländern Europas, sie kommen auch aus Mexico, USA, Australien und auch aus arabischen Ländern wie die Vereinigten Emirate, um jetzt von uns  über Reichianische Themen wie Bluttest, Therapie oder anderes zu lernen. Selten verkörpert eine Institution heute so viele Reichianische Themen vom Orgonakkumulator bis Cloudbusting. Dieser Artikel soll eine kleine Einführung sein für das was wir verkörpern und in welchem Zeitrahmen das steht, was Schüler von Reichs Schülern (3.Generation) heute noch im Rahmen der Orgonomie tun. Wir leben jetzt in der Zeit der 4. Generation. Es ist auch für die gedacht, die aus aller Welt mit uns über facebook und google verbunden sind. In diesem Artikel schreiben wir nicht über Cloudbusting, das kein Thema für die Öffentlichkeit ist. Auch nicht über DzogOrg, eine innere spirituelle Energetik. Auch wir gehen mit der Zeit bzw. die Zeit mit uns. So nehmen wir Neues auf und führen so westliche und östliche Energetik unter der Primisse der Sexualökonomie (Orgasmusreflextheorie) zusammen. Im Bereich der Reichianischen Therapie (Sexualökonimie) bleibt allerdings alles beim alten. Es ist so wie Walter Hoppe einst sagte: "Ich habe von Reich nichts weggelassen und auch nichts hinzugefügt".
 
Das originale Reichianertum ist immer noch eine Rarität in Deutschland. Schön wäre es, wenn es in jedem Land eine solche Institution gäbe würde. Für unser Land ist das "das Wilhelm Reich OrgonInstitut Deutschland". Dieses Institut gibt es unter verschiedenen Namensgebungen bereits seit 48 Jahren. Angefangen haben wir mit der Reichianischen Horlakommune (1968) in Köln und dem Studium der Frühschriften Reichs ( Die Funktion des Orgasmus 1927 und Was ist Klassenbewusstsein ). 1972 waren die Spätschriften in Deutschland erhältlich. Der Reichschüler Dr. Walter Hoppe lebte ab 74 wieder in Deutschland und er hatte Schüler, zu denen auch  ich gehörte. Daneben entstand die Neoreichianische Bewegung in Berlin, wo ich und meine Gruppe, die Müllerstraße von 1977-92 arbeitete. Wichtig waren dabei immer die Publikationen von Reich selbst, später die Reichzeitungen Emotion und Lebensenergie bei denen ich das Privileg hatte arbeiten zu dürfen. 2003, als es das Internet gab, gründeten wir die "Tagesseite" und 2004 den "Orgonstar" www.orgonstar.de mit der Weltpremiere "Pulsierende Bione aus sterilem Ausgangsmaterial" ( Orgonstar 341, 2. Dezember 2004). Frühschriften gab es in Westdeutschland in den 1960er Jahren kaum. Das Wilhelm Reich Museum lehnte den Zusammenhang von Reich und dem Kommunismus ab und wollte Reich nicht so dargestellt wissen. So wurden viele Frühschriften "schwarz gedruckt" und an der Uni-Mensa verkauft. Später brachte der Kölner Verlag "Kiepenheuer und Witsch" viele zentrale Spätschriften heraus, wie "Entdeckung des Orgons 1&2, die Charakteranalyse, Massenpsychologie des Faschismus mit Anhang Arbeitsdemokratie (sehr wichtig für mich). Sexualökonomie und Kommunismus der 30er Jahre waren durch den späten Reich selbst überarbeitet worden und stellten keine orgonomische Option mehr dar. Das war für politische Reichianer schwer zu verstehen, aber die Entdeckung der Arbeitsdemokratie und die Erfahrungen mit dem Kommunismus der 30er Jahre ließen keinen Zweifel daran. Orgonomie konnte nicht politisch erobert werden (Diktatur der Sexualökonomie).
In den 90er Jahren gab es noch mal eine Edition von "Zweitausendeins" mit u.a. Oranur Experiment 1&2, Contact with Space und die Bione. Es gab auch noch andere Verlage die Reich publizierten, z.B. Europäische Verlagsanstalt "Die sexuelle Revolution", 1966, sowie Walter Verlag für den Christusmord, mit der guten Übersetzung von Bernd Laska, 2. Auflage 1979, desweiteren Nexus, Fischer Verlag, etc. .

Ich erwähne das um zu zeigen wie wichtig Publikationen waren und sind. Ohne die entsprechenden Verlage (für USA war das Farrar, Straus & Giroux, NY ) wäre Reich schon nach seinem Tode in der Versenkung verschwunden. Öffentlichkeitsarbeit ist also äußerst wichtig. Hier erbrachte das Internet ab den 90er Jahren neue Möglichkeiten, die besonders von uns, wie bereits erwähnt, genutzt wurden.

Durch einen irren Zufall kam 1974 ein direkter deutschsprechender Reichschüler nach Deutschland zurück. Es war Dr. Walter Hoppe, der mit Reich zur gleichen Zeit in Berlin gelebt hatte und ab 1933 nach Palästina gegangen war. 1974 zog er nach München. Hier gab es ein enges orgonomisches Zeitfenster.
"Hier bei mir fängt jeder als Patient an" war sein Credo und jeder der mit ihm arbeiten wollte musste nach München ziehen, was ich auch tat. Ich war mit Dr. Hoppe bis zu seinem Tode 1980 eng verbunden und lernte von ihm viel über Therapie vor allem mit Kindern.
Erst durch ihn lernten die Deutschen wie ein Orgonakkumulator gebaut sein mußte. Vorher gab es nur Aluminiumkisten. Seit dieser Zeit (1974) stellen wir Orgonakkumulatoren für die ganze Welt her, also jetzt seit 43 Jahren. In den 90er Jahren hießen wir "Orgontechnik und Orgonomisches Videoarchiv". Mit der Zeit wurde es wichtig uns einen festen erkennbaren Namen zu geben. Zunächst nach reiflicher Überlegung war es "Institut für Orgonforschung und Orgontechnik (IOO). Doch mit der Zeit zeigte es sich, dass das nicht ausreichte. Es gab inzwischen eine Esoterik-Orgonomie, Leute die behaupteten mit Reich im Himmel zu sprechen und viele orgonomische Spielgeräte wie "die heilige Handgranate Gottes (HHG)" und den Chembuster, mit dem man gegen angebliche Chemtrails vorgehen wollte. Alles weit entfernt von Reich, nannte sich aber Orgon. Es wurde bald klar, dass Orgon nicht reichte. Es musste auch klar hervorgehoben werden, dass es sich um Wilhelm Reich handelte und nicht um Reich-Esoterik. So entstand der Name
 
"Wilhelm Reich OrgonInstitut (für) Deutschland."
 
Es gab zudem ein anderes Problem. In Deutschland hatte sich Reich besonders in Berlin etabliert. Diese Szene kam aus dem Humanismus und war Neoreichianisch. Hier gab es immer Unsicherheiten bezüglich des Orgons, bis ein Student aus der Schweiz anbot Forschungen zur Temperaturdifferenz (Nachweis zum Orgon) zu machen. Viele vertrauten ihm. Sein Ergebnis war jedoch negativ und so wurde der Nachweis zur Temperatur und Orgonspannung durch Reich als falsch erachtet. Reich sollte sich geirrt haben. Dies wurde von einer angesehenen ReichInstitution 1995 als notwendige Korrektur erachtet. Wer will kann diese Unannehmlichkeit in meinem Google-Blog http://dzogorg.blogspot.de/ unter Nr.1 nachlesen. Ich rate es aber keinem der negative Emotionen nicht ertragen will. Durch meine Kritik an dieser per Abstimmung gefällte Feststellung, dass es kein Orgon gibt, zog ich mir den Zorn der Berliner Fraktion zu. All dies ist 25 Jahre her.

Hier klaffte aber ab da eine Lücke, die wir nun ausfüllen mußten. Zuvor hatte ich niemals geglaubt forschen zu müssen um an Reichs Orgon zu glauben. Das Ganze war auch ein politischer Vorfall. Es erschien jetzt so, als hätte Reich sich geirrt und das wäre jetzt von anerkannter Seite bewiesen. Eva Reich war damals Ehrenvorsitzende. Von ihr stammt auch in diesem Zusammenhang der Satz" I do not think any one individual or group can be the exclusive "successor" to Wilhelm Reich. Und ich möchte noch hinzufügen vor allem nicht die, die glauben Reichs Orgon widerlegt zu haben. Hier stand es schon Spitz auf Stein. Aber auch Gewitter vergehen wieder und das sanfte Wetter kommt zurück.

Es musste also etwas unternommen werden. Zuerst mußten wir jetzt nachweisen, dass die Berliner Studie zum Orgon falsch war und das jetzt von Deutschland aus ein "fake news" in die Welt gesendet worden war. Ich bedauere diesen Vorfall, denn viele Berliner aus der Gruppe waren meine Freunde, hatten aber keinen Zugang zur Orgonphysik und waren also selber schuldlos unwissend. Trotzdem, das Signal war falsch. Es kastrierte Reich und stellte ihn als Irrgänger dar und demontierte sein Werk, für das er  im Gefängnis gestorben war. Später wurde sogar die Grundlage des Orgons, die Disziplin Sexualökonomie als Resultat seiner Sexsucht angeprangert. Also nicht nur Orgon sondern auch der psychoanalytische Reich irrte. Was bleibt da noch? Seiner Bionenforschung ging es nicht besser. Ich rede hier nicht von bürgerlichen Kritikern sondern von Reichianern selbst.

Viele andere haben widerum versucht Forschungsergebnisse geheim zu halten um später besseren Gewinn daraus erzielen zu können. Doch das geschah nie und so blieben die Ergebnisse leider für immer in der Schublade und für die Öffentlichkeit verloren. Ganz im Gegensatz dazu liebten wir Veröffentlichungen-. Gerade das Internet eröffnete neue Möglichkeiten. Mit Stolz zeigten wir weltweit zuerst bewegte Bione, lebendiges Blut und erklärten Teile des Bluttestes für alle. Wir führten bei yahoo die "Internationale Wilhelm Reich Liste", die nicht moderiert wurde, d.h. jeder konnte seine Meinung sagen. In der deutschen SexPol-Liste schrieben bedauerliche Weise nur wir.
 
In den 90er Jahren gab es noch ein anderes Problem. Viele die im Heilberuf arbeiteten verstanden, dass man auf Dauer mit Reich kein Geld verdienen konnte. Man zog sich von der Arbeit zurück, andere verwässerten sie, was Hoppe immer als "Cocktail" bezeichnete.
 
Wir haben versucht an Reich so nah wie möglich zu bleiben. Unsere Akkumulatoren blieben so wie wir sie von Hoppe gelernt hatten und stehen heute nicht nur in Nepal, sondern auch Saudi-Arabien. Man kann bei uns echte Sexualökonomie lernen.

In der Vergangenheit lachte man hinter vorgehaltener Hand bei Bier und Wein über Reichs Charaktertypen. Über Bakers Buch schlug man die Hände über den Kopf zusammen, doch bei mir muss man genau dass lernen, wenn man sich für Therapie interessiert. Auch der Reichsche Bluttest ist ein Thema in unserer Arbeit. So wurden wir mit der Zeit auch eine Ausbildungsinstitution.
 
Geld hat bei uns immer gefehlt. Deshalb dauerte es solange bis wir unseren ersten Áutoklav erstehen konnte. Über 10 Jahre habe ich Orgontemperatur gemessen und dies publiziert. Über die normalen Referenzmessungen hinaus habe ich eine Studie zur "Mehr"-Thermometer-Messung gemacht. Die Ergebnisse haben mich total verblüfft. Niemand tat das zuvor. Keiner hat so lange kontinuierlich gemessen wie wir.
 
Neoreichianer können gar nicht ermessen wie wichtig "Orgon" ist. Es gibt Reichianer, die glauben Orgon wäre nur ein neues Label für  Reichs alte Arbeiten. Sie irren. Was ist der kleine Unterschied. Ich glaube es ist der, ob man eine originale Orgontherapie selber gemacht hat oder nicht.
 
Ohne die linke Studentenbewegung hätte ich niemals zu Reich gefunden und heute werden gesellschaftliche Fragen leider nicht mehr in Zusammenhang mit Charakterstrukturen und Erziehung gebracht (in Deutschland sollen Kinder schon mit einem Jahr "sauber" in den Kindergarten kommen). Die Studentenbewegung suchte Orientierung was Organisationsfragen betraf bei Lenin oder Mao. Es gab aber auch einen anderen Teil der freiheitlich war. Wir nannten ihn Spontaniismus. Der spätere Außenminister von Deutschland Joscha Fischer gehörte dazu. Die Leninisten verschwanden, aber leider auch Reich bezüglich einer Gesellschaftsperspektive.

Heute mit dem Alter bin ich eher ein Republikaner als ein Sozialist, aber die soziale Frage, vor allem gesunde Kindheit durch die ersten 4 Jahre liegen mir immer noch am Herzen. Während der Zeit mit Hoppe habe ich in einem Kindergarten Babys gewickelt und mit den Eltern viel diskutiert.
 
Hoppe sagte einmal "jede Organisation ist eine Form der emotionellen Pest". So blieben wir bewußt klein. Schwerpunkt unserer Arbeit ist das Werk Wilhelm Reich am Leben zu halten und so möglicherweise einer neuen Generation zu übergeben. "When I´m 64.", das war ein fernes Datum der Beatles LP Sergeant Pepper. Heute habe ich diese Grenze schon überschritten. 1968 erwischte mich "die Politisierung des bürgerlichen Individuums". Ist meine orgonomische Arbeit noch politisch? Das muss ich verneinen: Ich habe erst spät verstanden dass Politik immer nur Realpolitik sein kann (obwohl ich Fundamentalist bin).- Insofern ist es nicht die Frage, ob ich politisch bin. Da wo Reich keine politische Option in der Gesellschaft ist, ist meine Arbeit zwangsläufig unpolitisch oder anders ausgedrückt, ich bin politisch ausgegrenzt, meine Arbeit hat keine politische Relevanz mehr. Leider. Entschieden haben das die Massen; sie wollen einen anderen Weg zur Freiheit gehen.

Trotzdem können wir arbeiten und publizieren aber das auch nur begrenzt. Wir dürfen nicht mehr schreiben was der ORAC wirklich bewirkt. Eva Reich sagte einst in Berlin; "wir in den USA dürfen nicht das tun was John tut, nämlich einen Orgonakkumulator bauen und über Grenzen verkaufen." Und ich darf heute in Deutschland nicht mehr das tun, was Eva in Berlin 1990 tat. Nämlich sie sagte was die beste Indikation für den Orgonakkumulator wäre. Es ist das Wort mit dem "W". Aber jeder Orgonom weiss was ich meine. Schade, obwohl das auf den Absatz für Orgonakkumatoren gar keinen Einfluss hat. Wir verkaufen deshalb nicht weniger Orgonakkumulatoren, aber Verkäufer dürfen in Deutschland nicht über den Nutzen des Akkus informieren (Maulkorb).

Im heißen Sommer 2003 hatte ich zum ersten Mal langanhaltende Minuswerte am Orgon- Elektroskop (Orgonspannung, die normalerweise immer positiv ist). Die Forschung muss daher weiter gehen. Für die Zukunft fasse ich Arbeiten mit einem Tube-Geigerzähler ins Auge. Lehrtätigkeit über die Orgasmusreflex-Therapie ist wichtig, was wird sonst aus der Orgontherapie. Mal ehrlich, bei welchen Neoreichianern steht der Orgasmusreflex noch auf der Tagesordnung?

Ich wünsche allen ein schönes Osterfest. Vielleicht denken manche  mal über den Christusmord nach und wie man bei Nacht und Nebel, am besten noch im Dunklen und alleine den Schritt aus der Falle macht, ohne von anderen totgeschlagen zu werden. Die Buddhisten nennen das Shunyata, ein Zustand der immer da ist und den man nur wählen muss. Den Weg hätte Christus besser auch gewählt. Dann hätte er länger gelebt und man hätte sich den ganzen Mythos über das Sterben für andere ersparen können. Letztlich sterben wir doch alle dafür unsere Gesellschaft zu erlösen und unsere Familien und Kinder zu schützen.

John Joachim Trettin 12.4.2017, dem christlichen Osterfest gewidmet.




Mittwoch, 8. Februar 2017

Sofortiger weltweiter Stop von Beschneidungen

Es gibt 200 Millionen beschnittene Frauen weltweit. 3 Millionen kommen jährlich hinzu. Oftmals werden Frauen nach der Beschneidung zugenäht. Nur bei der Geburt von Kindern wird der Körper wieder geöffnet und nachher wieder zugenäht. Die Frauen leiden unendliche Qualen. Der Sinn hinter dem Ganzen ist es, den Frauen die Sexualität zu vermiesen, damit Männer sie besser kontrollieren können. In abgemilderter Form gilt das auch für Jungs bei der Beschneidung.
Genitalverstümmelung ist kulturell, besonders religiös ein fester Bestandteil in Gesellschaften. Der Glaube ist nahezu krimminell. Die Körperverstümmelung soll den Menschen das sexuelle Glück nehmen um sich so besser Gott zuzuwenden. Eine Religion die auf Genitalverstümmelung basiert ist historisch veraltet! In der wirklichen Religion der Zukunft sind Gottfunktion und Sexualfunktion identisch. Aber bis dahin ist Beschneidung Körperverletzung, die besonders in Deutschland zu lässig behandelt wird. Im Bundestag fehlt eine sexualökonomische Institution (die könnte das OrgonInstitut stellen). Das bedeutet das es hingenommen wird, dass viele Menschen, besonders Frauen unnütz leiden müssen. Wir fordern auf das mit sofortiger Wirkung abzuändern.

Donnerstag, 2. Februar 2017

Das Wilhelm Reich OrgonInstitut Deutschland die Nr. 1  
   
Immer mehr Gäste kommen zu uns, dem OrgonInstitut, aus dem Ausland. Derzeit ist es ein Gast aus Mexico. In der Vergangenheit hatten wir Besucher aus USA, Israel, Dubai, Australien, Nepal, Afrika, Indien, Thailand und anderen Ländern.
So besuch uns, nimm Therapiestunden, mach den Bluttest, sitze im Orgonakkumulator und lerne vom OrgonInstitut Deutschland, einer praktischen Institution bezüglich der Arbeit von Dr .Wilhelm Reich seit 1967, also 50 Jahre. Dies soll auf Wunsch zur Information dienen.
Für Berlin ist unsere homepage www.orgasmusreflex.de
Unsere TelefonNr. ist 02293-1506 oder 01774333840, unsere e-mail orgonteam@orgoninstitut.de

Über uns
Wir sind eine praktische Einrichtung die alles selbst erarbeitet und nicht  aus öffentlichen Mitteln gefördert wird.
Seit den 70er Jahren sind wir eine stabile Einrichtung. Der Verlag  KIWI Köln brachte 1970 das Spätwerk Wilhelm Reichs heraus. Seit 1974 lernte ich bei dem direkten Reichschüler Dr.Hoppe http://www.trettin-tv.de/hoppe.htm  in München, ab 1980 bauten wir in Berlin 10 Jahre lang den Original-Orgonakkumulator. http://www.trettin-tv.de/orgonfunktion/    
1994 zogen wir aufs Land mit guter Luft   http://www.orgonpraxis.de/kur-sommer.html   und machten viele Experimente zur Arbeit Wilhelm Reichs, die seine Arbeit bestätigten
http://www.trettin-tv.de/orgon/xxper.htm und http://www.trettin-tv.de/orgon/xxper.htm

Darüber schrieb ich  2005 meine Dissertation (wegen seiner Dicke auch das Telefonbuch genannt) "Orgon-eine neue Physik"  http://www.joachim-trettin.de/dissertation.html
Orgonmessungen machten wir eine Dekade von 1995-2005
http://www.trettin-tv.de/orgonmessungen.html   und  http://www.orgone.de/daten.htm
Vielleicht kann google diese Seiten für Ausländer gut übersetzen.
https://translate.google.com/?hl=de#de/en/Wilhelm%20Reich
1989 machten wir eine ausgedehnte Reise durch die USA, interviewten alle noch lebenden Reich-  Mitarbeiter http://www.trettin-tv.de/IOO/vidaud1d.htm (1.Bericht 1996)  und veröffentlichten
20 Jahre später unsere 2. Homepage zu diesem Thema mit bisher unveröffentlichen Fotos aus USA  der 40er Jahre. Mit Ausnahme einer Person sind alle Mitarbeiter Wilhelm Reich heute tot   http://www.trettin-tv.de/usareise/reisebericht.htm
2003 brachte wir eine Seite heraus " Tagebuch -1 Tag im Orgoninstitut", die unsere damalige Arbeit zeigte http://www.trettin-tv.de/tagebuch.htm
In den 90ger Jahren machten wir in Deutschland Seminare zu Reichs Arbeiten.
http://www.trettin-tv.de/vortrag/vhs.htm
Von 2003-2013 brachten wir die Internetzeitung OrgonStar heraus mit vielen Forschungsarbeiten http://www.orgonstar.de
Wir lehrten Jahre lang über das Werk Wilhelm Reich in Berlin, Köln und Heidelberg. Das letzte Seminar machten wir 2006 in  Thailand    http://www.trettin-tv.de/reise/index.html
2006 boten wir einen Studiengang mit Graduation an einer kanadischen Hochschule an. http://www.orgonomiestudium.de/    
Reich war wieder an einer Universität.

Seit dieser Zeit machen wir keine Öffentlichkeitsarbeit mehr! Sie war zu aufwendig und brachte wenig. Unsere Arbeit verlagerte sich auf eine rein praktische Orgonomie.

Das OrgonInstitut heute
Das OrgonInstitut ist ein Service-Betrieb geworden-eine Personen-Fima von mir, Joachim Trettin als Inhaber. Im Grunde sind wir eine Werkstatt und Lehrinstitution .-Kein Vorzeige-Institut mit Öffentlichkeitsarbeit.

Die Zeit des Internet
In den 90er Jahren entstand das Internet. Viele Informationen konnten zum ersten  Mal weltweit gezeigt werden- Fotos  und vor allem Filme in Farbe
http://www.trettin-tv.de/tamb.htm
Wir sind inzwischen in Deutschland die einzig permanente arbeitende Institution zu Wilhelm Reich www.orgoninstitut,de
Wir bauen den Original Orgonakkumulator und die Orgondecken
www.orgonakkumulator.de  und www.orgondecke.de
Desweiteren praktizieren wir das Orgontraining/Orgontherapie
http://www.orgon-therapie.de/orgontraining.htm
Wir bilden in Orgontraining und Orgontherapie aus.
Ärzten und Heilpraktikern zeigen wir den Reich´schen Bluttest
http://www.trettin-tv.de/laborarbeit/labor.htm
Praktisch arbeiten wir jetzt bereits nahezu 50 Jahren in verschiedene Besetzungen, Start 1967, die Frühschriften Wilhelm Reichs und die SexPol.
Damit sind wir die älteste und die heute noch permanent praktisch arbeitende Institution in Deutschland. Wir hoffen so einen Überblick gegeben zu haben.

Unsere gesamte Arbeit ist einzusehen unter der Seite www.orgoninstitut.de


Sonntag, 8. Januar 2017

Biographie von John Joachim Trettin

Wilhelm Reich OrgonInstitut Deutschland (IOO)

Ich gehöre zur Nachkriegsgeneration des 2.Weltkriegs. Mein Vater war Tierarzt, meine Mutter kam aus dem Klinikbetrieb und so bildete sich bei mir sehr früh eine Affinität zur Medizin. Ich war ein sehr junger Teilnehmer der 68er Studentenbewegung. Schon als Schüler 1966 begann ich durch die Sonderbegabtenprüfung ein Liebhaberstudium für das Fach Musik am Konservatorium in Köln, das ich später in ein Hauptstudium umwandelte. Bereits meinen 16. Geburtstag feierte ich im SDS-Zentrum Palanterstrasse Köln und erlebte die Rektoratsbesetzung der Universität in Köln, die in Rosa Luxemburg Universität umbenannt wurde. Die Kommilitonen mit denen ich zu tun hatte waren neben Musikern Theaterwissenschaftler, die sich später als Gruppe "Pol" organisierten und dem Aktionstheater von Otto Muehl nahe standen. Die Kulturrevolution stand auf der politischen Tagesordnung, sowie die "Politisierung des bürgerlichen Individuums" (Kommune 2). Viele hielten das nicht für politisch, da nur der Arbeiter das politische Subjekt sein konnte, Studenten nur ihr Bündnispartner. Diese Vorstellung sprengten wir, indem wir erkannten, dass nur Libido auf allen Ebenen Objekt der Befreiung sein konnte. Das definierte ein neues Verständnis von Befreiung und organisierte sich, woraus auch letztlich die Frauenbewegung entstand. Die Erneuerung verschob sich nun 1968 mehr ins Psychologische.

Der Psychologieprofessor Peter Brückner aus Hannover verstand das, seine Freundin die Journalistin Barbara Sichtermann nicht. So verlief die Spaltung "Soziologie kontra Psychologie". Zunächst lebte ich in einer Kommune (Horla) in der man gemeinsam philosophierte, lebte und arbeitete und sich politisch in verschiedener Weise ausdrückte. Eine wichtige Lektüre dieser Zeit war Ernst Parell`s "Was ist Klassenbewusstsein". Ernst Parell war Wilhelm Reich`s Pseudonym.1969 lernte ich Fritz Teufel und Rainer Langhans kennen und war somit mitten drin in der Studentenbewegung. Wir wohnten später in der Kommune 1-Fabrik in Berlin in der Stefanstr.. Bereits auf den Essener Songtagen 68 lernte ich die Amon Düül zu denen auch Uschi Obermaier gehörte, kennen und in gewisser Weise gehörten wir alle zusammen und prägten diese Zeit mit. Mitglieder dieser Kommunen wechselten von einer in die andere Gruppe. Aus politischen Differenzen kam es in der K1 zu dem Streit im November 1969 in der Stefanstr. 60, die aus 3 Etagen bestand. Die K1 lebte im 2. Stock, wir die Horlas im 1. Stock. Das Erdgeschoss, der schwarze Raum war Projektraum für die SexPol Nord. Anlässlich des Stern Interviews waren auch die Düüls und Frauen aus der Kommune Gieselastr.(München) anwesend. Langhans war mit Uschi Obermaier in einer JetSet-Fraktion entartet. Nachdem Langhans uns erst umworben hatte, wollte er uns nun loswerden und heuerte 2 Rockergruppen (Brücke und 77er) aus dem Märkischen Viertel an, um uns rausprügeln zu lassen. Doch der Zorn der Rocker verschob sich schnell in Richtung des JetSets. Als das Wort "Lumpenproletariat" fiel war es aus. Uschi bekam eine Ohrfeige, die Düüls verloren 4 Zähne. Das begründete die Auflösung der Kommune 1 im November 69, die ich hautnah miterlebte. Rainer und Uschi flohen noch in der selben Nacht nach München.

1970 löste sich der SDS auf und das "psychologische Experiment sollte beendet werden (Liquidiert die antiautoritäre Phase). Progressivste Fraktion war der Revolutionäre Kampf RK, der Arbeiter innerhalb der Betriebe kennenlernen wollte. Diese "Spontaniisten" waren der Gegenentwurf zum linken Parteiaufbau. Zu ihnen gehörte Cohn Bendit und Joschka Fischer. Die Grüne Partei wurde gegründet. Ich hatte in den Betrieben gelernt, dass es nicht eine Arbeiterklasse gibt, wie Soziologie uns glauben lassen wollte, sondern junge Arbeiter rebellierten gegen alte Arbeiter. Das war tatsächlich die Sexuelle Revolution, die das Arbeiterklassenverständnis ablöste. Die alten Theorien waren falsch. Ich las Reichs "Arbeitsdemokratie" und verließ die Politik für immer.

Ich lernte Erzieher und arbeitete in München im Oberföhringer Kinderhaus. Dr. Hoppe, der begabteste Reich-Schüler lebte inzwischen in München und ich begann meine(Orgon)- Therapie bei ihm. Ich protokollierte die Sitzungen weil ich Buch schreiben wollte, wie aus einem Polikanten ein Arbeitsdemokrat wird. Das versprach ich mir von der Therapie. Verstrickt wurde ich 76 in die AA-Kommune oder AAO-Bewegung. Wir lebten damals zunächst auf einer geräumigen Farm bei Freising, die früher das Haus der Musikgruppe Embryo war. Die Wiener (Hauptsitz) der AAO infiltrierte die Gruppe immer mehr, weil sie auf ihren Reisen in München immer Zwischenstation machte. Das AAO-Konzept gründete sich auf Reich, es gab eine Reich angelehnte Therapie, individuell und vor der Gruppe. Doch das Gebaren wurde immer militärischer. Es wurde eine Bewusstseinshierarchie erstellt. Die AAler bezeichneten sich als "erste Menschen ". Alle anderen davor waren "DeTies" (denkende Tiere). Hier zeigte sich, dass durch Erziehung und Auslieferung ein Reichianischer Faschismus entstanden war, ähnlich der Stalinistischen Diktatur. Was die AA sich an Frechheiten leistete war kaum noch zu überbieten. In Berlin kreierte ich 1977 den Satz "Jeder hat das Recht auf seine Krankheit" was im scharfen Widerspruch zu Muehls Gesundheitsdiktat stand. Wenn man bei Rekrutierungsversuchen der AAO in Wohngruppen (und die fanden statt) das Recht auf Krankheit postulierte entschwand die Fessel, der Zwang gesund sein zu wollen, was es ja nur in der AAO gab. Die AAO verstand sich nicht als politisch,- trotzdem gab ich meinem Buch "AAO" den UnterTitel " = Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln". Die gesamte Redaktion der linksgerichteten "Kieler Fresse" trat 76 in die AAO ein. Hier hatten wir den ersten Reich-Faschismus. Zwang und vor allem Erziehung, Hierarchie, Entrechtung der Freiheit des Individuums. Alles das war krank: Hier zeigt sich was Reichianische Politik sein kann oder könnte.

Durch Reichs Massenpsychologie des Faschismus, 3. erweiterte Auflage, wandelte sich mein Politikverständnis hin zur Arbeitsdemokratie. Ich schrieb einen ausführlichen Artikel darüber http://www.trettin-tv.de/orgon/abgrau.htm . Ich ging zu Walter Hoppe, weil ich lernen wollte, wie man in Kindergärten beginnende Neurosen erkennt und ihnen entgegen wirken konnte. Hoppe sagte: Für Kinder gibt es auch Therapie, aber die muss spielerisch sein. Obligatorisch war aber die eigene Therapie, die tatsächlich verändernde. Das Buch von der Politik zur Arbeitsdemokratie (sollte heißen von Chaos zum Kosmos) liegt immer noch in meiner Schreibtischschublade (4 Ordner) und wird wohl erst nach meiner Selbstpensionierung bearbeitet werden. Bei der Arbeit mit den Kindern fiel erstmals das neurotische Verhalten der Eltern auf, besonders der Mutter. Damit wurde klar, dass auch Eltern Therapie brauchen. 1977 begann das Kinderladensterben. Katholische Kindergärten hatten sich liberalisiert, Zuschüsse für alternative Kindergärten gab es nur noch verknappt. Von Hoppe hatte ich alles über Therapie gelernt. Damit ging ich nach Berlin und arbeitete für die "Berliner Gesellschaft für Sozialarbeit", einem freien Träger der für den Berliner Senat arbeitete. Das theoretische Wissen von der Orgontherapie konnte ich zwar anwenden, das praktische aber nicht. So reifte nach einigen Umwegen in mir der Wunsch eine eigene Praxis zu eröffnen. Von Hoppe hatte ich alles gelernt über die Orgontherapie und vor allem über den korrekten Bau des Orgonakkumulators. Zuerst baute ich Orgonakkumulatoren umsonst. Die späteren Besitzer mussten nur die Materialkosten bezahlen. Auf der Farm bei Freising baute ich meinen ersten kommerziellen Orgonakkumulator 76 für damals 600,- DM. Später in Berlin startete die Orgonwerkstatt und baute dort 10 Jahre lang Orgonakkumulatoren, immerhin noch für 900,-DM - ein Spotpreis.

Die Kulturrevolution, die besonders für Jugendliche so notwendig war und durch die Beatles eingeläutet wurde, war die Sexuelle Revolution, der Schreck der Kirchen, Eltern und Lehrer. Ihr Repräsentant ist Wilhelm Reich. Durch die Studentenbewegung und Marcuse wurde Reich reaktiviert (Frühwerk: Psychoanalyse und Soziologie). Der Kölner Verlag Kiepenheuer und Witsch brachte ab 1970 das Spätwerk Reichs heraus (Biologie, Physik, Orgon-Energie). Manchmal könnte man wirklich glauben, dass es keine Zufälle gibt. Ich hatte zu dieser Zeit einen Heinzelmännchenjob (Studentenvermittlung). Ich arbeitete in einem Barsortiment (Buchgroßhandlung) in der Abteilung R S T. So kam ich dazu Reichs Spätschriften zu lesen. Als erstes: Die Funktion des Orgasmus/Die Entdeckung des Orgons (Orgonenergie) 1942. In den kommenden 2 Jahren las ich Reichs Spätwerk, in dessen Mittelpunkt die freie Bewegung der ( Orgon)energie(Libido) stand.

Aber es gibt auch noch einen zweiten Zug zur Energetik.
Ein Kollege von Dr. Timothy Leary, der Psychologe und Psychoanalytiker Prof. Dr. Richard Alpert (besser bekannt als Ram Dass) schrieb 1971 ein Buch mit dem Titel "be here now". Dort erfuhr ich zum ersten mal etwas über die innere Energetik, die 3 Hauptkanäle entlang der Wirbelsäule und die 72.000 kleineren Energiekanäle sowie die 7 Chakren, die auch mit den somatischen Funktionen zu tun haben.

Das war neu. Im Westen kannte man so etwas nicht. Es interessierte mich. Obwohl Alpert Schüler des hinduistischen Gurus Neem Karoli Baba war, erinnert mich Karolins Ansatz sehr daran, was die Buddhisten Shunyata nennen. Das ist die Offenheit aller Dinge, geistig und materiell, transportiert durch Energie und Energiebahnen. Nun man kann eine lange Geschichte kurz machen. Ab Mitte der 70er Jahre gab es eine Schwemme von spirituellen Schulen die Europa und Nordamerika überschwemmten, z.B. Guru Maharishi Mahesh Yogi (TM).  Der, der an Reich als nächstes mit seinen Vorzügen und Nachteilen heran kam war Oshu, die Bhagwan-Bewegung. Osho ließ seine Schüler zunächst Körpertherapie machen bevor sie meditierten. Nachteil: er verpasste ihnen eine Uniform, rosa mit Malakette und Bild des Gurus. Nachdem Osho mit seiner Gruppe von Indien in die USA ( Oregon) verzogen war entstand ähnlich wie bei Otto Muehls " Friedrichshof" ein Camp, weit ab von jeglicher Zivilisation, Rajneeshpuram. Mit der Zeit wurde es eingezäunt, es gab eine bewaffnete Security. Alle Gespräche wurden abgehört und aufgenommen. Um die Lokalwahlen der Stadt Antelope zu gewinnen versuchte man öffentliche Gebäude mit Salmonellen zu infizieren um so Leute von der Wahl abzuhalten. Alle diese Aktionen wie sie von den AAs und den Sannyasin praktiziert wurden gehören zum Bereich der Sekten- "POLITIK".

Ich lernte durch einen Freund aus der Münchener AA auf einer Ferienreise an der Fähre von Dänemark Rødby das Oberhaupt einer buddhistischen Tantra-Schule: den Karmapa der Kagyüs, kennen (Tantra bezeichnet eine Reihe von Schriften und ein Lehrgebäude). Ich betrat den Bus in dem der Karmapa hinten sass als Letzter und nach großem Zögern, ging ich bis zum Ende hin, übergab ihm eine weiße Schleife, die man mir in aller Eile in die Hand gedrückt hatte und als ich mich durch den Bus in Richtung Ausgang bewegte, liefen in meinem Kopf alle philosophischen und politischen Entscheidungen meines Lebens vor meinen Augen ab. Ich sah wie sich eine Entscheidung zur anderen fügte. Am Ende dieser geistigen Reise war ich hier an der Fähre! Ich verlies den Bus, die Tür schloss sich und der Bus fuhr ab in Richtung Schweden. Das Erlebnis war so gravierend, dass ich beschloss beim Karmapa in Kopenhagen einen 7 Tage-Kurs zu nehmen. Die Philosophie interessierte mich zunächst gar nicht, das Mönchsein empfand ich als widerlich (hat sich bis heute nicht geändert), aber die Energieübertragungen hatten es mir angetan. Einmal erlebte ich es, dass der Karmapa sich vollständig in Licht auflöste. Ich sah die Rückenlehne seines Stuhl und nur sein Hut schwebte über allem. Ein tiefes Gefühl durchdrang mich. War das Hypnose? Was hatte mich dahin geführt? Lediglich die Rezitation zweier Mantras aus Alperts Buch: OM MANI PADME HUNG und OM AH HUNG VAJRA GURU PADMA SIDDHI HUNG (Chenrezig und Padmasambhava). Prompt erhielt ich auch in diesen Tagen die (Energie) Übertragungen (tib. Abhisheka). Eine ganz besondere Übertragung verlangte das man das Versprechen abgeben musste die umfangreichen Tantravorbereitenden Übungen zu absolvieren, was ich letztlich auch tat. Das ganze dauerte 5 Jahre. 1979 lernte ich meinen geistigen Lehrer Tenga Rinpoche kennen. Er hatte den Karmapa auf seiner ersten Reise durch die USA und Europa 1974 begleitet. Sein Übersetzer ein junger Mann in meinem Alter kam aus der Frisco-Szene und da ich ein Auto hatte machte er den Vorschlag die anstehende Deutschlandtour mit meinem Auto mit mir als Fahrer zu machen. Tenga Rinpoche war einverstanden und so wurde ich Fahrer von Tenga. Auf der Reise kreuz und quer durch Deutschland hörten wir Jefferson Starship und andere Frisco-Musik von meinem Autokassettenplayer. Ich blieb sein Fahrer bis 1992.

Viele der Beat-Generation (Neal Cassady, Allen Ginsberg, Jack Kerouac,  William S. Burroughs ) wurden Schüler von Trungpa ( einem Tertön des Tibetischen Totenbuch, Bardo Thödol). Die Beat-Generation von 1948 wurde auch durch Reich inspiriert. So gab es beispielsweise eine "Sutra" auf den Orgonakkumulator von Wilhelm Reich. Burroughs hatte einen in seinem Garten stehen. So schloss sich der Kreis wieder.

Trungpa war einer von 4 Lamas die als erste den Westen auf Einladung bereisten. Ein weiterer war Ngari Tulku, der im Alter der 68er Generation war. Er zog 1965 nach Köln, lernte deutsch und war SPD nah. Da die alte Kölner Uni-Mensa nur einen Eingang und nur einen Speiseraum hatte, müssten wir uns zwangsläufig dort über den Weg gelaufen sein aber tatsächlich lernte ich ihn erst 1981 über meine Freundin kennen. Nachdem ich mit den Tantravorbereitungen fertig war, entschloss ich mich ein traditionelles 3 Jahres-Retreat machen. Normalerweise machte man das in Klöstern, wozu ich absolut keine Lust hatte. Ich fragte Ngari als tantrische Autorität und er eröffnete mir eine Möglichkeit, das Retreat als Stadt-Retreat zu machen. Mein Lehrer stimmte zu und so machte ich mein 3JahresRetreat in Berlin. Das war das erste Stadtretreat! Dies wurde später beurkundet und so wurde ich zum ersten beurkundeten deutschen Lama oder wie ich es immer nenne- orgonomischen Lama. Im tibetischen Buddhismus gibt es 2 Praxis-Schulen mit 2 unterschiedlichen Systemen. Das eine nennt man Mahamudra, das andere Dzogchen. Ich erlernte beide.

Nach dem Retreat begann ich 1988 mit der Cloudbusting-Arbeit in Berlin und im Herbst des selben Jahres gab es eine erste Cloudbustingruppe Deutscher und Schweizer. Besetzung. Dem folgte eine Interviewreise durch die USA um noch lebende Mitarbeiter Wilhelm Reichs zu interviewen. Dazu gehörte auch der Besuch des Wilhelm Reich Museums und 3 Tage Cloudbusting am Coloradoriver. Wir lebten meist in einem Bus, fuhren durch 30 Staaten der USA. Wir filmten auch das einzige Interview mit Robert McCullough, Reichs Cloudbustingoperateur.

1988 hatten wir ein Projekt gegründet, das wir "Orgonomisches Videoarchiv" nannten. Es sollte Orgonomie filmisch porträtieren. Dazu gehörten nicht nur die Videointerviews aus USA sondern auch 3 Workshops mit Eva Reich und vieles vieles mehr. Orgonomie sollte ein lebendiges Gesicht bekommen. Als erster lud ich später Bione-Filme auf das Internet. Das finde ich heute noch grandios. Jeder auf der Welt konnte jetzt lebendig sehen was Reich erforscht hatte.
In Berlin gab es inzwischen ein Tutorium für Orgonomie an der FU. Das Hauptquartier war einer meiner Wohnungen, später meine Praxis. Es wurden Messungen zum Orgon durchgeführt. Auch die elektrischen Experimente zu Lust und Angst. Dazu noch später.

1992 vermietete ich Ngari Tulku mein Elternhaus in Nümbrecht bei Köln und er bot mir an in diesem Haus mit unserer gemeinsamen Freundin Beate ein Projekt zu machen. Es sollte sowohl tibetische wie orgonomische Inhalte beherbergen. Unser aller gemeinsamstes Interesse, Ngari, Beate und John war die Medizin. Bei Ngari war es die tibetische Medizin, bei Beate die Naturheilkunde, bei mir der Orgonakkumulator. Wir richteten in Köln eine Wohnung ein für Therapie. Beate und ich ließen uns an einer Kölner Schule zum Heilpraktiker ausbilden.

Mittlerweile hatte ich meinen eigenen großen fahrbaren Cloudbuster und da Ngari Tulku das Projekt auch interessant fand prägte ich den Slogan: Mit Saraha in die Sahara. (Saraha war auch ein Name von Ngari Tulku). Doch leider kam es nie dazu. Ngari Tulku starb 2008.
Ngari sagte einmal, das er gut finden würde, die Orgonomie nach Tibet einzuführen. Heute sind besonders die jungen Tulkus emanzipiert ( siehe Kongtrul Rinpoche) einer meiner Lehrer.
Es klingt unglaublich, aber es war tatsächlich ein tibetischer Lama (Ngari) der mich bewegte ein OrgonInstitut zu gründen und mehr zu publizieren (ich hatte neben meinen früheren politischen Papieren bisher nur etwas über kindliche Sexualität und Arbeitsdemokratie publiziert).
Hier in Nümbrecht gründeten Ngari und ich unsere Institute. Das "Zongsar Ngari Labrang Institut " und Beate und ich das "Institut für Orgonforschung und Orgontechnik." später das " Wilhelm Reich OrgonInstitut Deutschland", heute eines der "Joachim Trettin Institute"
 
Ab 1992 begann die Arbeit des neuen OrgonInstituts in Nümbrecht bei Köln. Von der Berliner Crew waren 1992 nur noch vier übrig. Zwei kamen dazu, sodass wir in Köln und Nümbrecht zu 6 waren. Was wir aus Berlin mitbrachten war neben der Praxis der Orgonakkumulatorbau und die Videoproduktion. Das Mikroskop wurde zwar noch in Berlin gekauft aber erst im Institut in Nümbrecht mit Aufzeichnungsequipment installiert.

Die Jahre 1983 bis 88 waren durch mein Meditationsretreat geprägt. So verpasste ich die Bionenforschungsgruppe um den Arzt Heiko Lassek und auch die ersten 2 Besuche von Eva Reich in Berlin. Es stellte sich aber im weiteren Verlauf heraus, dass hier bereits Fehler gemacht wurden.
Wegen eines theoretischen Streits über die Lichtrefraktion   (Lichtbrechung) wurden alle Videoaufzeichnungen der Mikroskopaufnahmen der Gruppe "Bionenforschung" auf schwarz/weiss runtergeturnt (Mikroskope sind, weil es optische und keine elektronische Geräte sind immer in Farbe). Auch die Funktion der Pulsation wurde derartig falsch interpretiert, als ob es keine bei den Bionen gäbe. Das waren bereits 2 grundlegende Fehler die Reich widersprachen. Zudem war der Beauftragte für physikalische Experimente Bernhard Harrer zu der Ansicht gelangt, es gäbe keinen To-T-Anstieg, vereinfacht gesagt, es gäbe keinen Nachweis zur Orgonenergie. Es wurde also um so notwendiger Reichs Experimente nochmals durchzuführen, wollte man keinen kastrierten Reich im Namen Reichs der Nachwelt hinterlassen.

Im Nachhinein erwiesen sich alle 3 Behauptungen als falsch !!! Auf den Reichtagen 1988 hatte ich zwei Ärzte des damaligen Zentrums für Orgonomie kennengelernt. Sie planten ein Orgonseminar zusammen mit dem renommierten Arzt und Physiker Courtney Baker, den ich bereits von meiner Amerikareise kannte. Für dieses Seminar mussten Filme hergestellt werden und so kam ich sehr praktisch in die Forschungsarbeit rein. Ich produzierte meinen ersten 4 Stundenfilm über das Leben und Sterben der Bione. Wir führten auch Messverfahren durch. Harrer und Lassek waren auch anwesend und Lassek mußte an Hand eines eigen von ihm produzierten Films vor Fachpersonen zugeben, dass Bionen bei ihm doch pulsierten. (Vormals lehrte er in Berlin "weder ich noch andere aus der Gruppe haben jemals pulsierende Bione gesehen"). Harrer sagte damals nichts. Später wurde er zum größten Leugner der Orgonenergie überhaupt. Er behauptete alle Anordnungen von Reich wären fehlerhaft gewesen. Einen Temperaturanstieg (Indiz für Orgonenergie) hatte es nur bei direkter Sonneneinstrahlung auf die Messbox gegeben. Dies waren schon wichtige Klöpper Reichs Forschung außer Kraft zu setzen. In späteren Jahren gesellte sich noch die Meinung hinzu, es gäbe keine Orgonspannung (Eo-E). Wir hatten es also hier mit modernen Menschen zu tun die uns von den fehlgeleiteten Behauptungen Reichs befreien wollten. Keiner von ihnen hatte eine orgonomische Ausbildung, auch keine angefangene oder abgeschlossene Orgontherapie. Später umschloss die Orgonleugnung eine Klammer die sich "Wilhelm Reich Gesellschaft" nannte, so dass man meinen könnte, die Nachfolger von Wilhelm Reich würden Reich selbst in seinem Namen korrigieren. Zudem gab es für diese Gruppe den glücklichen Umstand, dass man Eva Reich zur Ehrenvorsitzenden der Wilhelm Reich Gesellschaft  gemacht hatte. Sie war nach Reich`s Testament Erbe seiner Arbeit. Eva gab aber diesen Titel 1959 an ihre Freundin Mary Boyd Higgins ab, repräsentierte also nicht mehr das Erbe, aber leider damals die Wilhelm Reich Gesellschaft Berlin, die also faktisch das Erbe Wilhelm Reich war. Als ich ihr mitteilte, dass man auch mit ihrem Namen Reichs Arbeit unterminieren würde verließ sie die Berliner Gesellschaft. Doch der Schaden war bereits geschehen, die Distanzierung nach außen nicht klar genug. Meine Aktion brachte mir den unverholenden größtmöglichen Hass der Berliner ein. Ein Politikum war nicht aufgegangen.

Ich verstand jetzt Hoppes Ausspruch besser der lautete: Alle Organisationsformen sind Formen der "Emotionellen Pest". Eva Reich schrieb an die WRG:
"It is necessary that I withdraw formally from the Wilhelm
Reich organizations, which I joined with you in 1986. The present splitting up in factions of the German groups dealing with Orgonomy is painful to me. I wish you had formed an "umbrella" organization under which the various persons who worked in orgonomy could have exchange
friendly and productive criticism. I do not think any one individual or group can be the exclusive "successor" to Wilhelm Reich. I myself am working towards a world where every student who is interested, all over the world, could learn the facts about WRs discoveries.
As you know, I gave the formal power over the WR estate to Mrs. Mary Boyd Higgins in 1959. I represent only myself since then. Because I am now 71 years old, my health and energy are diminishing, my retirement from WRI/WRG is herewith formally finalized.
With best wishes to you all,
Your
Eva Reich, MD August 19 1995"

Doch die Demontage ging noch weiter:
"Während Reichs Erkenntnisse auf biologischen, medizinischen und therapeutischen Gebiet eine zunehmende Evidenz und Bedeutung zukommt (11 Ja, 4 Nein, 3 Enthaltungen) sind Reichs quantitative Formeln als physikalische Definition nicht haltbar. Die Begriffe "Orgonspannung" und "Orgonenergie" bedürfen einer Korrektur oder Neudefinition. (15 Ja, 1 Enthaltung)." Aus dem Protokoll der Vorstandssitzung der Wilhelm Reich Gesellschaft Berlin vom 29./30.April 95 (Maierklärung).
Man bedenke: Im Namen Wilhelm Reichs wurde Naturwissenschaft wieder zur Philosophie. Für das Gegenteil hat Reich ein Leben lang gekämpft: Von der Philosophie zum naturwissenschaftlichen Beweis.
Es war unerträglich, dass Personen im Namen von Reichs eigene Forschungsergebnisse quasi abschafften und das auch noch per Abstimmung von Personen die nie auf diesem Gebiet naturwissenschaftlich gearbeitet hatten.

Dafür hatte ich selber nicht jahrelang gearbeitet, vieles erduldet damit andere per Fingerzeig die Sahne abschöpfen indem sie Reichs Werk der allgemeinen Meinung anpassten. Es wäre auch eigentlich Eva Reichs Verantwortung gewesen diese Sache klar zu stellen. Hatte sie denn jetzt immer noch nicht verstanden, warum man sie zur Ehrenvorsitzenden gemacht hatte? Warum Eva den ganzen Dingen in Berlin gegenüber so zuckersüß und unkritisch war weiß ich nicht genau. Da gibt es einiges was ich nicht weiß. Dieser Ausverkauf soll sogar notariell besiegelt worden sein. Für mich sehr seltsam bei der mürrischen und misstrauischen und teils sehr arroganten Eva Reich.
Zu mir sagte sie anfangs: "ich habe gerade erfahren, dass du noch nicht Mitglied bei der Wilhelm Reich Gesellschaft bist (dem Antrag nach war ich damals noch Kandidat aber mit 100%iger Aussicht auf Aufnahme) "Wenn ich das gewusst hätte", sagte sie "dann hätte ich erst gar nicht mit Dir gesprochen." Das war doch wirklich unglaublich! und weiter "und deinen langen Freund" (es handelte sich um einen Mitarbeiter von mir, ebenfalls mit Kandidatenstatus) "mag ich auch nicht. Der wirkt so hip, erinnert mich an John Lennon". Den mochte sie wohl auch nicht. (Kriege können enden wenn wir das wollen. John Lennon 1971). Später hiess es manchmal, wir sollen dies und jenes tun, die Eva hat das gesagt! Ich rief dann Eva in Hancock direkt telefonisch an und fragte: "hast du das gesagt?" und sie sagte "nein, ich weiss gar nichts davon".
Kurz und klein. Anscheinend war ich (Vertreter der Gruppe Müllerstrasse) die einzige Opposition. Viele verhielten sich opportunistisch, gingen mit wehenden Fahnen zum Sieger über. Man kennt das ja. Man dachte damals ich wäre nur ein kleines flackerndes Licht, sie wußten nicht wie hartnäckig ich war und mit welchen Möglichkeiten ausgestattet.
Die DeMeo-Affäre und wie man DeMeo in Deutschland wieder los wurde werde ich hier großzügig übergehen. Hier lernte ich erste Ansätze über einen Informationsgeheimdienst kennen. Politik und Arbeitsdemokratie: Orgonomische Politiker nennen ihre Politik gerne Arbeitsdemokratie. Das Klima kennt zwar keine Grenzen, aber in Deutschland stellen wir Deutsche noch immer die Hierarchie selber auf. Befreundete Kollegen aus dem Ausland sind gerne willkommen, aber Besucher. So sehe ich das auch umgekehrt für mich wenn ich in die USA reise. Zudem ist die Rechtslage verschieden.

Im Lauf der Zeit gab es viele Versuche meine Arbeit zu zerstören. Die Angriffe kamen kaum von außen, sondern in versteckter anonymer Weise von innen. Das ging bis zur Polizeianzeige. Durch die Akteneinsicht meines Rechtsanwaltes kenne ich den Namen und die Hintermänner. Es waren Orgonomen. Doch alles war legal und so konnte man mich nicht stoppen. Da Wilhelm Reich die emotionelle Pest entdeckte, schrieb ich in einem Orgonstar: die emotionelle Pest hat ein Zuhause und einen Namen: Orgonomie! Natürlich hiess es dann Trettin will die Orgonomie zerstören. Tatsächlich will ich gar nichts zerstören. Aber aufdecken muss man die Pest in der Orgonomie schon. Es ist doch ein alter Hut: Zerstören kann man am besten von innen. Das Prinzip des trojanischen Pferds. Ich hütete mich vor Hass und Neid (die dunkle Seite der Macht) und hatte besseres zu tun.
Ich fühlte mich nun erst recht gezwungen die Arbeiten Reichs neu zu untersuchen.

Nach einigen Vorbereitungen begann ich damit 1994.
Die Arbeit teilte sich zunächst in zwei Bereiche.1.) Erstens der Nachvollzug der Bionenversuche. 2.) Die physikalischen Messungen zur Orgonenergie.

Biologie:
1.) Was die Lichtrefraktion betrifft: Reich postulierte, die Orgonenergie sei masselos und gleichzeitig blau. Nun ist aber blau eine Farbe die sich aus der Zerlegung des Spektrums entsteht. Das ist klar im Bereich der Masse und des Lichts. Die Argumentation ist zwar richtig und hier muss man Reich eine Ungenauigkeit ankreiden. Was Reich meinte und was sich mikroskopisch bestätigte, ist, dass bei orgonomischen Prozessen, auch bei meteorologischen die Farbe stark ins Blaue geht. Das meinte er damit, wenn er sagte Orgonenergie sei blau. Denn in dem Fall ist sie es auch.
In jedem Fall gibt es aber keinen Grund dieses Blau auszublenden. Wie bereits gesagt, es gibt kein schwarz/weiss Mikroskop. Die Empfehlung für weitere Forschung führte die Forscher in die falsche Richtung. Leider folgten hier Biologen diesem falschen Irrweg.

2.) Die Kritik der Berliner war, dass man mit der heutigen Vergrößerungstechnik die Pulsation an Bionen gut, ja wesentlich besser als zu Reichs Zeiten sehen müßte. Die Berliner hielten sich an dem Begriff "deutliche" Pulsation fest. Man stellt sich damit so etwas wie einen kontinuierlichen Puls vor, den man dann gut sehen müsste. Die Bionenpulsation ist aber nicht kontinuierlich, sondern diskontinuierlich. Lange Pausen können innerhalb der Pulsation auftreten und tun es auch. Die These der Berliner war nicht richtig. Man folgte hier dem falschen Leittier.
Beim Laborseminar 1991 bat ich Courtney Baker doch in Berlin zu lehren. Courtney Baker war zu dieser Zeit der qualifizierteste Orgonom weltweit. Doch er folgte Empfehlungen derer, die gar nicht daran interessiert waren, dass Berlin sich qualifizierte. Mein Wort hatte ein zu geringes Gewicht. Heute sind beide Akteure dieses Wissenschaftsstreites tot! Die Diskussion darüber auch. Auch bei dem Vortrag von Morton Herskowitz in Hamburg 1994 sah ich keinen Berliner, obwohl Berlin nicht allzu weit von Hamburg entfernt ist. Baker wie Herskowitz (letzter Schüler von Reich) gehörten zum "Institute for orgonomic Science", Philadelphia. Das heutige Institut promotete lange Zeit den Film den ich für Mort produzierte (Mort fand ihn sehr profesionell). Mort habe ich eine Kopie meines Originalfilms geschenkt und ihn darin leider als Rechteinhaber ausgewiesen. Das gilt für das Vortragsrecht. Die Rechte des Films liegen aber bei mir, dem Produzenten. Dasselbe gilt auch für den Film" Rain in the Desert", mit dem ich zunächst die Arbeit von DeMeo fördern wollte. (Die Rechte lagen von Anbeginn der Produktion bei mir, Joachim Trettin. Es gab keine Abtretungserklärung an DeMeo. So wies ich auch später den Film aus, Rain in the Desert, Joachim Trettin, mit Dank an James DeMeo.) Ursprünglich glaubte ich es würde eine "Cloudbustingfamilie" geben, deren Interesse es wäre weltweit die Wüsten zu bekämpfen. Als ich verstand dass das nur eine Illusion war, sollten die Aufnahmen vom Colorado River mein eigenes Cloudbusting Projekt fördern. Das Cloudbusting Frühjahr 89 war, nach dessen Beendigung klarerweise vorbei. Was blieb waren die Aufzeichnungen die ich gemacht hatte. Mit der Zeit wurde mir klar wie sehr man meine Arbeit oftmals ausgenutzt hatte ohne mich darin berücksichtigen zu wollen. In der Politik, die es zwangsläufig auch in der Arbeitsdemokratie gibt, geht es immer darum ob man eine Hausmacht hat oder nicht. Ich war wirklich unglaublich naiv, aber es war auch eine Art und Weise in der ich unverdorben leben wollte. Leider verliert man im Leben irgendwann seine Unschuld.

In den 90er Jahren ging das Internet an den Start. Nach der ersten Repräsentation durch einen Kölner Server hatte ich meinen eigenen Acount ab 1996 auf geocities. Das Internet brachte uns aus unserer kurzen Isolation wieder heraus. Berlin ist eine Weltstadt, Nümbrecht bloß ein ländliches Dorf, wenn auch heilklimatischer Kurort.
Die ersten Messungen begannen im Juni 1995. Wir machten anfänglich jeweils eine Messung am Tag zwischen 14 und 16 Uhr To-T (Temperatur) und Eo-E (Orgonspannung).

Zur Temperatur: Orgon erhöht die Temperatur durch Molekülbewegung. Schwierig ist es die To - von der T-Box abzugrenzen. Um richtige Vergleichsdaten zu ermitteln, müssen die Boxen fast gleich, aber eben nicht ganz gleich sein. Das Problem war immer die Isolation, die klarer Weise Wärme speichert. Wie macht man die zwei Boxen "fast" gleich.
Indem man nicht einen ganzen Orgonakkumulator baut, sondern das To auf ein Bodenelement reduziert mit einer Metallfläche von 10x10 mm. Dieses Metallstück fehlt in der Kontrollbox. Beide Boxen bestehen aus  Isolatormaterial. Gleicher geht es wohl kaum noch.
Hier bekamen wir immer gute 0,2 bis 0,4 Grad.
Als erster (und einziger) bisher unternahm ich eine "3 Thermometermessung". Hier zeigte sich dass das mehrschichtige Element träger reagierte. Es stieg langsamer an und hielt auch länger seine Ladung. Niemand hat dieses Experiment bisher wiederholt. Es ist somit ein neuer Forschungsansatz durch uns, das IOO.
Über Elektroskopmessungen liest man sehr wenig. Das liegt wohl daran dass man oft lange warten kann bis die Nadel an dem Punkt ist, den man ablesen will.
Im Sommer kann die Eo- Zeit nur Minuten bis Sekunden sein, im Winter bis zu 10 Stunden und mehr bei 90 Grad Aufladung. Das hat mich anfangs auch erstaunt, weil ich darüber nie etwas bei Orgonomen gelesen hatte.
Es schien so zu sein, dass anscheinend außer mir gar niemand Daten erhob.
Das Zeitproblem lies sich über eine Lichtschranke schnell lösen und so erhoben wir Jahre lang Orgondaten.
Zusammengefasst läßt sich sagen: Am stärksten waren To Daten im Winter und im Dunklen, nicht im Sommer! und nicht bei Sonne! Der höchsten Zuwachs lag bei fast 1 Grad plus nämlich 0,9.
Die Orgonspannung war im Winter extrem hoch und im Sommer extrem klein.
Während bei To-T Daten bei anrückendem schlechten Wetter unter! Null sanken (Reich beschrieb das bereits),  gibt es im Bereich der Elektroskope sehr selten ein negatives Eo. Reich beschrieb das meines Wissens nie. Noch im Sommer 2003 hatte ich eine ganze Serie von negativen Eos. Über Tage. Später wiederholte sich das. Da war ein starker Einbruch in der OrgonEnergetik.
2005 bot mir ein Düsseldorfer Professor einen Studiengang mit anschließender Promotion an einer costarikanischen Universität an. Die Seite der Bundesregierung (Anabin, Kultusminister Konferenz, Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen) bewertete auf ihrer Internetseite diese Uni als h plus (das ist sehr empfehlenswert) Ich nannte meine spätere Promotionsschrift": Orgon eine neue Physik." Ich hatte genug Material aus meiner Forschung.
Nach meiner Promotion wurde mir eine Lehrtätigkeit an einer kanadischen Hochschule angeboten. Die Auflagen waren streng. Es umfasste fast das ganze Werk Wilhelm Reichs.
Das frass viel Zeit und nach dem erreichten Ziel, dass Wilhelm Reich mit dem Fach Orgonomie wieder an einer Hochschule war, fiel die Arbeit meiner Internetzeitung "Orgonstar" zum Opfer. Der Tag hat leider nur 24 Stunden.

1997 bekam ich meinen großen Cloudbuster. Es gab eine kurze Episode bei der Partei "die Grünen" Köln liegt in einer Tiefebene. Bei Dor-Einwirkung sterben etliche ältere Menschen an dieser Belastung. Ich gründete die " WRIG- Wilhelm Reich Initiative bei den Grünen". Ich schrieb ein Papier über dieses Projekt, das ich den Grünen vorlegte, aber sie wollten mir noch niemals einen Arbeitskreis geben. Bärbel Höhn, damals Umweltministerin in meinem Bundesland NRW gab die Unterlagen, so schrieb mir ihr Referent, an die Bundestagsfraktion weiter. Was sollte die damit anfangen??? Auch den damaligen Umweltminister (2005-2009) Sigmar Gabriel (SPD) konnte ich für Oranur interessieren. Er schrieb mir zurück und empfahl mich einer Expertenkommission die aktuell Todesfälle (Leukämie bei Kindern) in der Nähe von AKWs untersuchten. Diese Kommission hat dann leider zu mir keinen Kontakt aufgenommen.

Auch zeigte sich immer wieder das Politik gegen Arbeitsdemokratie steht. Auch das grüne Orgon-Projekt kam nicht zu stande. Was ist Ökologie wenn nicht mit Wilhelm Reich??? Lediglich Fritz Kuhn (heute Bürgermeister von Stuttgart) lobte uns anlässlich eines Besuchs im Bundestag. Er sagte: "Das habe ich früher noch an der Uni kennengelernt. Schade dass sich heute keiner mehr dafür interessiert. Schön dass Ihr das weiterführt." Boris Palmer (Bürgermeister von Tübingen) rief einmal bei mir an und fragte, ob er, wenn er mal in Köln sei, den Orgonakkumulator kennenlernen dürfte. Auch Joschka Fischer, damaliger Bundesaussenminister (1998 bis 2005), schrieb noch im Pflasterstrand 155, April 1983 zitiert: "Mir ist es ja gelungen, die 70er Jahre zu überstehen, ohne in eine Selbsterfahrungsgruppe hereinzugehen und nun muß ich mit Bestürzung feststellen, daß mich die Strafe Wilhelm Reichs mit um so größerer Macht erreicht hat."
Auf meine Anfrage schrieb er zurück: "Lieber John Joachim Trettin, von Wilhelm Reichs Orgon-Theorie verstehe ich nichts. Deshalb kann ich Dein Anliegen auch nicht bewerten. Mir ist Wilhelm Reich lediglich als politischer Massenpsychologe mit seinen Schriften bekannt. Es tut mit leid, daß ich Dir nicht weiterhelfen kann. Mit besten Grüßen Joschka Fischer
Bonn, den 05. Februar 1998"

Soweit mein Ausflug in die Bundespolitik. Mit den Jahren bekam ich die Ausrüstung um an die sterilen Prozesse von Wilhelm Reich zu gehen. Bereits 1997 wiederholte ich schon Experiment XX. Wir sind und das kann ich mit einigem Stolz sagen, die Produzenten von Orgonakkumulatoren heute für die gesamte Welt, einschließlich der USA.

Therapie ist ein Kapitel für sich und soll hier wegen der Komplexheit nicht erörtert werden.
Aber, der Akkubau, die Therapie und die Ausbildung nehmen auch noch heute viel Zeit in Anspruch.
Aber noch bin ich nicht am Ende. Die Arbeit geht weiter. In diesem Fall auf diesem Blog. Hier hoffe ich zu einer ganz anderen Form übergehen zu können. Nämlich keine langen Artikel wie dieser, sondern einfach kurze Nachrichten, quasi in Satzform, kurz und bündig.
 
Nümbrecht, 8. Januar 2017